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Grenzübergänge Bayerischer Wald-Böhmen zwischen Bayerisch-Eisenstein und Philippsreut

Seit dem Beitritt der Tschechischen Republik zum Schengener Abkommen kann die Staatsgrenze jederzeit an freigegeben Grenzübergängen ohne Kontrollen überschritten werden. Im Nationalpark Bayerischer Wald und Böhmerwald gilt allerdings ein Wegegebot, d.h. ein Überschreiten der Grenze ist nur dort zulässig, wo die Grenze sowohl auf bayerischer, als auch auf tschechischer Seite auf markierten Wegen erreicht werden kann. Dies ist gegenwärtig nur an den Grenzübergängen Bayerisch Eisenstein, Ferdinandsthal, Gsenget und Buchwald der Fall. Seit dem 1. Juli 2009 wurde dieses Wegegebot insofern aufgelockert, als jetzt die Benutzung „Sonstiger Wege und Steige“ ohne den sogenannten Grenzsteig iim Zeitraum vom 15, Juli bis 11. November erlaubt ist, womit in diesem Zeitraum ein nicht markierter Weg über die Grenze nähe Lackaberg begangen werden kann.

Ergänzung: Der Grenzübergang Lackenberg am Grenzstein 9.8 ,ist auch als unmarkierter Grenzübergang in der Nationalparkverordung (2009)für das übertreten freigegeben. Sowohl im auf dieser Seite ersichtlichen Kartenplan des NP, sowohl aber auch in der NP-Verordnung 2009(Wegegebot). Vorort sind an den Wegkreuzungen auch Wegegebotsschilder aufgestellt die den Übertritt auf diese Weise markieren(Lackenberg)!

Der zum Teil vermeintliche Grenzübergang Reifenkopf z.B.ist weder gekennzeichnet noch in der NP-Verordnung erwähnt.

Die Zeit der gestatteten Begehung von nicht markierten Wegen im NP-Gebiet Bayerischer Wald (15.7. bis 15.11.), ist kein Freibrief für das Übertreten in die Zone 1 des NP-Sumava (hier herrscht absolutes Betretungsverbot mit strafrechtlichen Folgen. Auch auf unmarkierten Wegen, ausser am Grenzübergang Lackenberg, der eine Ausnahme ist! Für die Zone 1 gibt es kein Zeitfenster für unmarkierte Wege, nur für markierte Wege!

Grenzüberschreitende Wanderwege im Bereich der Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava

Grenzübergang Bayerisch Eisenstein

Grenzüberschreitende Wanderwege seit 15. Juli 2009 im Bereich der Nationalparke Bayerischer Wald und Sumava


Seit Herbst 2007 haben die Nationalparkverwaltungen Bayerischer Wald und Böhmerwald Verhandlungen geführt, um weitere Grenzübergänge zu öffnen. Nach mehreren Gesprächsrunden zwischen den deutschen und tschechischen Gemeinden, dem Kommunalen Nationalparkausschuss und den beiden Nationalparken war der Stand der Dinge Anfang 2009, dass es vier weitere grenzüberschreitende markierte Wanderwegverbindungen geben sollte (Lackaberg, Mittagsberg, Blaue Säulen, Siebensteinkopf). Als Kompensation sollen der Grenzsteig - eine Folge des Eisernen Vorhangs und erst seit den 80er Jahren einigermaßen nutzbar - aufgelassen werden und zwar zwischen Bayerisch Eisenstein und dem Grenzstein 25. Ausserdem sollen auf tschechischer Seite im Pürstlingtal und zwischen Pürstling und Rachel ehemalige Straßen rekultiviert werden.

Zum 15. Juli 2009 kam dann die neue Verordnung mit den 4 neuen Übergängen heraus. Der Übergang Blaue Säulen wurde nicht verwirklicht, dafür ein Übergang beim Kleinen Spitzberg beim Landesgrenzstein 28/8. Auch der Übergang Lackaberg wurde nicht verwirklicht, dafür ein bei Landesgrenzstein 9/8 liegender nicht markierter Übergang. Ergänzung: Der aber mit NP-Wegegebotsschildern am Grenzsteig gekennzeichnet ist und relativ leicht zu finden ist! Allerdings ist auf deutscher Seite der Abschnitt ca. 100m vor der Grenze und bis zum Grenzstein 9.8 relativ naß. Goretex od. ähnliche gute und wasserunempfindliche knöchelhohe Wanderschuhe reichen aber aus, um die Strecke problemlos begehen zu können!



15. Juli 2012 wieder gesperrt!!! Dafür seit Juli 2012 neuer Grenzübergang am Hochschachten-Schützenpass geöffnet !(Vorder Sulz)!**


Karte mit den Grenzübergängen in den Nationalparks Bayerischer Wald-Böhmen

Weitere Karten

siehe auch

Nationalparkverordnungen

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