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Igelbus

Um 1990 begann man am Nationalpark Bayerischer Wald an Maßnahmen zur Reduzierung des Individualverkehrs zu arbeiten. Ein großer Erfolg wurde 1996 mit der Einführung des Igelbussystems erreicht.1)

Im Nationalpark Rachel-Lusen-Gebiet wurden erstmals in Deutschland erdgasbetriebene Busse im Überlandverkehr eingesetzt. Diese ohnehin schadstoffarme Busflotte trug wesentlich zur Verminderung des Schadstoffeintrages bei. Von 15. Mai bis 31. Oktober eines Jahres verkehren nun seit 12 Jahren der Rachelbus, der Lusenbus, der Finsteraubus und der Freyungbus im dichten Taktverkehr zu den wichtigsten Zielen im Nationalpark. Während in den Jahren davor, das ÖPNV-Angebot hauptsächlich auf die Morgen- und Mittagsstunden für den Schülerverkehr beschränkt war, konnte nun auch die Mobilität in der Freizeit ohne Auto erfolgen. Das vorbildliche Verkehrssystem der Igelbusse wurde 1998 vom VCD (Verkehrsclub Deutschland) zum Sieger des Wettbewerbs „König Fahrgast“ gewählt.2)

Die Igelbusfahrer sind häufig die ersten Ansprechpartner für die Nationalparkgäste. Um diesen kompetente Auskünfte geben zu können, unterziehen sie sich alljährlich einer eintägigen Schulung bei der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald.

Waidlerblog

siehe auch

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