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Otter

Der Fischotter macht sich in der freien Natur sehr rar.

Fischotter im Nationalpark

Der Fischotter als Vertreter in der Ordnung der Raubtiere ist ein Marder, der sich an das Leben im Wasser angepasst hat. Er kommt in ganz Europa und den angrenzenden Gebieten vor und ist selbst in Japan anzutreffen. Er ist von länglicher Gestalt und besitzt einen langen Schwanz, der am Ansatz sehr muskulös ist. Seine Zehen und Finger sind mit Schwimmhäuten verbunden. Oberhalb seiner Schnauze finden sich Tasthaare, die geringste Erschütterungen und Bewegungen im Wasser wahrnehmen können. Er ist in sehr guter und leidenschaftlicher Schwimmer mit großem Bewegungsbedürfnis.

Sein Lebensraum sind bewachsene Uferzonen von Seen und Flüssen. Das Markier grenzt der Otter durch das Abgeben von Kot ab. Er ernährt sich von Fischen, Krebsen und Muscheln, gelegentlich auch von Amphibien, Vögeln, Insekten oder Würmern. Im Winter taucht er auch unter dem Eis und versorgt sich durch einen Luftraum zwischen Eis und Wasser mit Sauerstoff. Seine Jungen zieht er in selbstgegrabenen oder vorgefundenen Höhlen in Nähe der Uferböschungen auf.

In Gefangenschaft zeigt sich der Fischotter als sehr verspielt und gesellig. Leider wurde das Tier in der Vergangenheit aufgrund seines Pelzes immer wieder gejagt. Eine andere Gefahr droht ihm von Fischreußen, aus denen er nicht mehr herauskommt und dann jämmerlich ertrinkt. Heute sind seine Bestände jedoch weitgehend geschützt.

Der vom Aussterben bedrohte Fischotter unterliegt dem Jagdrecht, ist aber ganzjährig geschont. Die Jäger tun aber viel mehr, als den Otter nur zu schonen, sie schützen ihn aktiv. Die Wildlandgesellschaft hat im Landkreis Freyung-Grafenau 100 Hektar Ufergrundstücke gekauft und fischotterfreundlich restauriert. Mit Erfolg: Der Bestand der Wassermarder hat sich erholt. Die Fischer akzeptieren jetzt den Otter im angestammten Lebensraum.

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