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-====== ​Neues im Nationalpark Bayerischer Wald ======+====== ​Interessantes aus dem Nationalpark Bayerischer Wald ======
  
 **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald** **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald**
  
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 +=====Braucht die Region eine Biosphäre?​=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=87&​t=1530181133&​tok=d71f08&​media=glasarche_sonnenanker1_k.jpg?​200|die Glasarche als Sonnenanker}}
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 +**Diskussionsrunde zum 15. Geburtstag der Glasarche am Lusen**
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 +Aus der wilden Natur rund um den [[Lusen]] ist sie nicht mehr wegzudenken. Die [[Glasarche]] am Fuße der Himmelsleiter steht dort als verbindendes Element zwischen Traditionen,​ zwischen Menschen und zwischen Ländern. Zu ihrem 15. Geburtstag diskutierte ein vielschichtig besetztes Podium über künftige Wege der trinationalen Zusammenarbeit zwischen Bayern, Böhmen und Oberösterreich. Und über die Frage, ob sich die Region wieder um den von der UN verliehenen Titel Biosphärenreservat bewerben sollte.
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 +Vorab konnten die gut 50 Zuhörer der Veranstaltung erstmal kreativ werden. Unter der Anleitung von Künstlerin Gabi Hanner wurden aus Ton und Naturmaterialien wie Zweigen, Bucheckern oder Herbstlaub viele kleine Archen geformt. „Das Boot ist für mich ein Symbol des Lebens“, so Hanner. ​ Und so war die Aktion, die von der Alphornbläsern-Kombo alPHorniker umrahmt wurde, ein lebhafter Einstieg in eine ebenso lebhafte Diskussion.
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 +Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl führte am Anfang ins Feld, dass es bereits jetzt eine „intensive,​ freundschaftliche und kollegiale Zusammenarbeit“ mit dem Nachbar-Nationalpark Šumava gibt. Dies sei vor allem daher sehr erfreulich, weil „wir ein und dieselbe Natur verwalten und schützen und gleiche Ziele verfolgen“. Zudem gebe es auch derzeit schon Projekte mit Partnern in Oberösterreich – etwa im Bereich der Umweltbildung und der Forschung. Zu viele Schutzgebietskategorien könnte die Bevölkerung als „Wirrwarr“ empfinden, so Leibl. Schließlich gebe es in der Region noch Naturparks, Naturschutzgebiete und Natura-2000-Flächen.
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 +Viel wichtiger als den Titel Biosphärenreservat hält auch Dr. Olaf Heinrich, Präsidiumsmitglied der Europaregion Donau-Moldau,​ die Bemühungen,​ „dass die Grenze, die seit mehreren Jahrzehnten offen ist, auch in den Köpfen schrittweise verschwindet“. Dazu brauche es vielleicht auch eine Art „geistige Regionalentwicklung“. Außerdem gebe es auch ohne die UNESCO-Anerkennung als Biosphärengebiet schon jetzt zahlreiche Möglichkeiten,​ sich verbindende Projekte fördern zu lassen.
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 +Von vielen Erfolgen in seiner Gegend berichtete Michael Geier, der Leiter des bayerischen Teils des Biosphärenreservats Rhön. „Dank des Biosphärenreservats ist eine enge kommunale Zusammenarbeit zwischen zwei bayerischen,​ zwei thüringischen und einem hessischen Landkreis geschaffen worden.“ Er gab jedoch zu bedenken, dass der Titel Biosphärenreservat nur dann erstrebenswert sei, wenn es neben der breiten Unterstützung der Bevölkerung auch klare Ziele für die Zukunft der Region gibt, die von allen relevanten kommunalen Entscheidungsträgern in Bayern, Böhmen und Oberösterreich mitgetragen werden.
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 +Ein Schutzkonzept sollte nicht einfach von oben auferlegt werden, fand auch Rupert Fartacek, Geschäftsführer der Böhmerwaldschule in Österreich. Für ein reibungsloses Miteinander im [[Dreiländereck]] sieht Fartacek noch ein paar ganz praktische Hürden: „Es ist etwa erschreckend,​ wie lange es dauert von Freyung zu uns in den Böhmerwald mit dem Bus zu kommen.“ Die Naturschätze hingegen seien schon gut vernetzt, über das europaweite Natura-2000-Schutzgebietssystem.
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 +Und so war man sich am Ende zumindest in einer Sache einig: Biosphäre ja oder nein – wichtig sei vor allem, dass die Region sich in Zukunft noch mehr als eine Einheit versteht. Und dass die schützenswerte Natur erhalten bleiben muss. Da kommt dann auch wieder die symbolhafte Arche ins Spiel: „Das Transparente und Brüchige des Glases vermittelt, dass die Welt in Gefahr sein kann und das man Orte braucht, die etwas Bewahrendes und Schützendes,​ symbolisiert durch die offene Holz-Hand, haben“, stellte Pfarrerin Sonja Schuster fest. Und da sei man in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava schon auf einem sehr guten Weg.
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 +=====Rinder haben den Hochschachten verlassen, Premiere geglückt=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1538584351&​tok=06f264&​media=rinder_verlassen_den_hochschachten.jpg?​200|Nationalparkmitarbeiter bringen das Rote Höhenvieh vom Hochschachten auf Zwischenweiden bei Kreuzstraßl. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Premiere auf zweiter Weidefläche geglückt** – „Tiere haben sich sichtlich wohl gefühlt“
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 +Auf dem [[Ruckowitzschachten]] in der Nähe des Großen Falkensteins gehören die nationalparkeigenen Rinder seit einigen Jahren zum gewohnten Erscheinungsbild. Heuer jedoch gab die aktuell zehn Tiere große Herde eine Premiere und weidete auch auf einer zweiten Fläche inmitten des Schutzgebiets – auf dem [[Hochschachten]],​ der oberhalb der Trinkwassertalsperre Frauenau liegt. Jetzt ist die Hochlagensaison für die Vierbeiner jedoch beendet.
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 +„Die Tiere haben sich auch dort sichtlich wohl gefühlt“,​ bilanziert Jochen Linner, der beim Nationalpark für Naturschutz zuständig ist. „Und nach unserer ersten Einschätzung,​ hat das Rote Höhenvieh auch den Hochschachten so gut abgefressen,​ wie wir uns das vorgestellt haben.“ Die alte Haustierrasse ist im Rahmen des auslaufenden LIFE+ Projekts im Einsatz, um die schachtentypische Vegetation, etwa Borstgras und Arnika, zu fördern. Denn diese und weitere Arten profitieren vom selektiven Fressverhalten der Vierbeiner. Finanziell gefördert wird das Projekt von der EU und vom Bayerischen Naturschutzfonds.
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 +Die Beweidung der beiden Schachten wird auch im nächsten Sommer fortgesetzt. Bis dahin überwintern die Tiere auf Weiden bei [[Kreuzstraßl]] sowie im Bereich des Tier-Freigeländes des Nationalparkzentrums Falkenstein.  ​
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 +=====61 neue Junior Ranger=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=110&​t=1538580125&​tok=64f77c&​media=neue_junior_ranger.jpg?​200|Stolz präsentierten die neuen Junior Ranger ihre Zertifikate. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Abschlussfeier des Sommerferienprogramms** – „Großer Dienst für die Region“
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 +Sich einfach mal in die wilde Natur entführen lassen. Einsame Flecken erkunden. Pilze und Insekten unter die Lupe nehmen. Gipfel erklimmen. All das und noch viel mehr können Fünftklässler Jahr für Jahr beim Junior-Ranger-Einführungsprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald erleben. In den Sommerferien haben 61 Kinder aus den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau dieses Abenteuer gewagt. Nun gab’s im Neuschönauer Hans-Eisenmann-Haus die Teilnahme-Zertifikate dafür überreicht. ​
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 +„Wir freuen uns riesig, dass wir auch heuer wieder so viele junge Leute aus der Region für unser einmaliges Schutzgebiet begeistern konnten“, berichtete Michael Großmann, Leiter der Nationalparkwacht. Schon in den Pfingstferien hatten sich 50 Kinder am viertägigen Angebot beteiligt. Insgesamt gab’s bereits 21 Junior-Ranger-Jahrgänge mit fast 3000 Teilnehmern.
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 +„In der Schule beschäftigt man sich viel mit der Natur“, sagte Alexander Muthmann, Vorsitzender des Junior-Ranger-Vereins,​ „aber wenn man sich draußen selbst ein Bild davon machen kann, wird viel klarer, was Nationalpark wirklich bedeutet.“ Er sei sehr dankbar, dass die Ranger es dem Nachwuchs immer wieder ermöglichen,​ die Natur vor ihrer eigenen Haustür so gut kennenzulernen.
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 +Als „großen Dienst für die Region“ lobte das Projekt schließlich Toni Domani ​ von der Sparkasse Regen-Viechtach,​ die die Junior Ranger zusammen mit der Sparkasse Freyung-Grafenau schon lange finanziell fördert. „Es gibt viele Kinder, die den Großteil ihrer Freizeit vor dem Handy oder Computer sitzen, umso wichtiger ist es, dem entgegenzuwirken.“ Begeisterung für Natur zu wecken sei dazu ein gutes Gegenkonzept.
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 +Nach den Grußworten der Ehrengäste weckte Mario Schmid, Geschäftsführer des Junior-Ranger-Vereins,​ noch Lust daran, weiter aktiv am Ball zu bleiben und Mitglied im Junior-Ranger-Verein zu werden. Dort werden regelmäßig Ausflüge mit Rangern in den Nationalpark organisiert. Wer länger dabei bleibt, hat sogar die Chance, sich mit Junior Rangern aus ganz Europa auszutauschen. So waren allein heuer junge Ehrenamtliche aus dem Bayerischen Wald bei Treffen mit Kindern aus anderen Schutzgebieten dabei, die in Dänemark, dem Schwarzwald oder Mecklenburg-Vorpommern stattfanden.
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 +=====Bei den Kippen-Kasten sind die Raucher gefragt=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=69&​t=1538147735&​tok=834bd1&​media=kippen-kasten.jpg?​200|Zusammen mit den Neuntklässlern des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums nahm Nationalparkmitarbeiterin Karin Kirchner den ersten Kippen-Kasten in Betrieb. (Foto: Annette Nigl / Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)}}
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 +**Zigarettenstumpen können hier entsorgt werden** – Aktion im Rahmen der Anti-Müll-Kampagne der Nationalparkverwaltung
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 +„Müll aus, Natur an“ heißt die Anti-Müll-Kampagne des Nationalparks Bayerischer Wald, die seit Anfang dieses Jahres läuft. In einer ersten Aktion wurden Hundebesitzer dafür sensibilisiert,​ Hundekotbeutel nicht in der Natur zu entsorgen. Die zweite Aktion richtet sich nun an Raucher.
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 +„Wir stellen im Nationalpark fest, dass Raucher ihre Zigarettenstumpen einfach auf den Wegen oder am Wegesrand liegen lassen“, erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Diesem achtlosen Handeln wolle man nun mit Aufklärung entgegentreten. „Eine Zigarettenkippe enthält bis zu 4000 Giftstoffe und kann 50 Liter Wasser ungenießbar machen.“ Vielen Besuchern sei nicht bewusst, welch negative Folgen Abfall in der Natur verursache. „Daher klären wir unsere Gäste nun verstärkt darüber auf – etwa mit Plakaten und über die sozialen Medien.“
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 +Und speziell für die Raucher werden in den stark frequentierten Bereichen des Nationalparks – wie etwa an den Parkplätzen der Tier-Freigelände,​ am Park & Ride-Parkplatz in Spiegelau, am Hans-Eisenmann-Haus oder am Haus zur Wildnis – „Ballot Bins“ aufgestellt. „Die Idee kommt aus England, bei uns heißen sie Kippen-Kasten“,​ erklärt Karin Kirchner, im Nationalpark zuständig für die Anti-Müll-Kampagne. „Ist die Zigarette zu Ende geraucht, können die Stumpen in den Kippen-Kasten entsorgt werden.“ Das besondere an der ganzen Sache: „Auf jedem Kippen-Kasten findet der Raucher eine Frage mit zwei möglichen Antworten.“ Unter den zwei Antworten sind Schlitze, in die der Raucher seine Kippe hineinwerfen kann – „je nachdem für welche Antwort er sich entscheidet“,​ erklärt Karin Kirchner.
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 +Bei der Ausarbeitung der Fragen erhielt die Nationalparkverwaltung Unterstützung vom Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium in Grafenau und von der der Paul-Friedl-Mittelschule in Riedlhütte. „Die Schüler haben sich verschiedene Fragen und jeweils zwei Antworten überlegt“,​ erklärt Karin Kirchner. Zum Beispiel „Wann wurde der Nationalpark Bayerischer Wald gegründet?​“ oder „Welches Tier bringt mehr auf die Waage – Braunbär oder Elch?“.
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 +Bei der „Einweihung“ des ersten Kippen-Kastens direkt am Gebäude der Nationalparkverwaltung in Grafenau war auch die 9. Klasse des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums mit ihren Lehrern Christian Haeuschkel und Dr. Thomas Feicht dabei. „Es ist toll, dass ihr bei unserer Aktion mitgemacht und uns unterstützt habt“, sagte Karin Kirchner und gab den Gymnasiasten noch einige Infos zur Müllkampagne.
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 +=====Hochschachten ist wieder beweidet=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1535395349&​tok=02a2a4&​media=hochschachten_ist_wieder_beweidet.jpg?​200|Die zehnköpfige Rinderherde des Nationalparks ist wohlbehalten auf dem Hochschachten angekommen. ​ (Foto: Josef Nußhardt/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Rotes Höhenvieh zieht im Rahmen des LIFE+ Projekts erstmals auf zweiten Schachten
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 +Seit 2014 gehört es im Sommer zum gewohnten Bild, dass auf dem [[Ruckowitzschachten]] unterhalb des Großen Falkensteins wieder Rinder grasen. Nun ist das Rote Höhenvieh erstmals auf einen weiteren Schachten umgezogen. Seit Donnerstag weidet die zehnköpfige Herde auf dem Hochschachten oberhalb von Frauenau.
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 +Die Tiere sind im Rahmen des von der EU und dem Bayerischen Naturschutzfonds finanzierten LIFE+ Projekts im Einsatz. Eines der Projektziele ist schließlich der Erhalt artenreichet Borstgrasrasen. Dazu können die Vierbeiner erheblich beitragen, da sie die Hochweiden sehr selektiv abfressen. So werden etwa Borstgras – aber auch Arnika oder Ungarischer Enzian – gefördert.
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 +Eigentlich war der Umzug der Tiere erst für Anfang September geplant. „Aber die langanhaltende Hitze
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 +, verbunden mit den geringen Niederschlägen,​ hat dazu geführt, dass wir das Umsetzen vorverlegen mussten“, erklärt Naturschutzbeauftragter Jochen Linner. Auf dem Ruckowitzschachten sei schlicht das Futter langsam aber sicher ausgegangen. Auf dem [[Hochschachten]] hingegen gibt es noch genügend.
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 +=====Das Waldschmidthaus hat wieder geöffnet=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1533895432&​tok=ed5d25&​media=das_waldschmidthaus_hat_wieder_geoeffnet.jpg?​200|Viel Erfolg wünschten dem neuen Wirtspaar Siegrid Kick und Rudi Holzapfel (2.v.l.) unter anderem Bürgermeister Karlheinz Roth (von links), Vizelandrat Willi Killinger, Nationalparkleiter Franz Leibl, Landrat Sebastian Gruber und Bürgermeister Helmut Vogl. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Schlüsselübergabe an Siegrid Kick und Rudi Holzapfel – Betrieb täglich von 10 bis 17 Uhr**
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 +Der höchste Nationalparkgipfel bietet ab sofort wieder eine Einkehrmöglichkeit. Der symbolische Schlüssel für das [[Waldschmidthaus]] wurde am Donnerstag feierlich seinen neuen Pächtern Siegrid Kick und Rudi Holzapfel übergeben. Wanderer werden von nun an im Sommerhalbjahr täglich von 10 bis 17 Uhr mit kühlen Getränken und leckeren Brotzeiten versorgt.
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 +„Wer den Berg bei längeren Touren, etwa über [[Rachelsee]] und [[Rachelkapelle]],​ erobert, kann jetzt auch direkt unterhalb des Gipfels wieder einkehren“,​ freut sich Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Da der [[Rachel]] für unsere Besucher ein sehr anziehender Punkt ist, war uns die rasche Wiedereröffnung nach dem Erwerb des Gebäudes im Winter 2017 sehr wichtig.“ Bis der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte, mussten zunächst einige Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, vor allem in den Bereichen Wasser- und Stromversorgung. „Das ist nun alles erledigt, so dass die neuen Wirte mit viel Elan loslegen können.“
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 +Den zeigte das Paar aus Viechtach auch gleich. „Wir freuen uns schon auf all unsere zukünftigen Gäste und eine schöne Restsaison bis Ende Oktober“, so Siegrid Kick. „Wir sind schon ganz gespannt, was uns hier oben in der wunderschönen Natur alles erwartet.“ ​
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 +Die Gäste können sich auf jeden Fall auf schmackhafte Leckereien freuen, wie ihr Partner Rudi Holzapfel versichert: „Wir planen eine wöchentlich wechselnde, kleine Karte. Unsere Gerichte sind alle frisch zubereitet, die möglichst saisonalen Zutaten kommen aus der Region.“ Viel Beifall fand bei der Eröffnung etwa der selbstgemachte Kaiserschmarrn.
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 +„Das ist heute ein ganz besonderer Tag“, sagte Willi Killinger, stellvertretender Landrat des Landkreises Regen. Diese Einschätzung teilten auch die weiteren Vertreter aus Politik und Gesellschaft,​ etwa die Bürgermeister aus Spiegelau, Karlheinz Roth, und St. Oswald-Riedlhütte,​ Helmut Vogl. Und Sebastian Gruber, Landrat des Landkreises Freyung-Grafenau,​ ergänzte: „Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, dass der Nationalpark wichtige Einrichtungen für die Bevölkerung schafft. Das bringt nicht nur den Nationalpark,​ sondern die ganze Region voran.“
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 +=====Jugendliche aus drei Ländern helfen dem Moor=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1535443063&​tok=700e03&​media=jugendliche_aus_drei_laendern_helfen_dem_moor_2_.jpg?​200|Die 33 Teilnehmer aus sechs tschechischen,​ deutschen und österreichischen Nationalparks waren auch in der wilden Natur – etwa auf dem Windwurfsteig unterhalb des Großen Falkenstein – unterwegs. ​ (Foto: Sophie Nießner/​Nationalpark Bayerischer Wald) 
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 +Aufenthalt im Wildniscamp mit Unterstützung des LIFE+ Projekts verknüpft
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 +Das Treffen ist seit Jahrzehnten schon fest eingeplant in den sechs grenzüberschreitenden Nationalparks entlang der tschechischen Grenze. Jedes Jahr treffen sich Jugendliche aus Schutzgebieten in Deutschland,​ Tschechien und Österreich zum gegenseitigen Austausch. Heuer kamen – unterstützt vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds – 33 Teilnehmer ins [[Wildniscamp am Falkenstein]]. Von dort aus half die Gruppe auch bei einer Moorrenaturierung im Rahmen des LIFE+ Projektes mit.
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 +Für die Naturentdecker aus den Nationalparks Thayatal, Podyjí, Sächsische Schweiz, Böhmische Schweiz, Šumava und Bayerischer Wald stand neben Workshops und dem Durchwandern der wilden Landschaften auch anstrengende Arbeit auf dem Programm. Das rund ein Hektar große Hochmoor Rundes Filzel nahe des Grenzübergangs Gsenget galt es zu renaturieren.
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 +Das Moor wurde einst durch Entwässerungsgräben trocken gelegt. „Dadurch wurden hochmoortypische Pflanzen wie Moosbeere oder Wollgras zunehmend verdrängt“,​ so LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt. Sechs handgebaute Staudämme, die mit einem Sägemehl-Hackschnitzel-Gemisch abgedichtet wurden, sollen diesen Prozess nun langsam rückgängig machen. Neben dem trinationalen Jugendcamp waren dort zuvor auch zwei Seminargruppen mit Teilnehmern am Freiwilligen Ökologischen Jahr aus ganz Bayern im Einsatz. „Alle Freiwilligen waren sehr engagiert und haben viel mehr geschafft als wir zuvor erwartet hatten“, lobt Schmidt.
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 +Die schweißtreibenden Stunden im Moor haben die Jugendgruppe zusammengeschweißt,​ wie die Rückmeldungen zeigen. „Es war ein unterhaltsames Camp mit einem tollen Programm und tollen Leuten“, sagt etwa Ondrej aus dem Nationalpark Šumava. Camp-Kollegin Louise aus dem Nationalpark Thayatal findet: „Es ist schön, andere Jugendliche mit denselben Interessen kennenzulernen.“ Und Anna aus der Sächsischen Schweiz bilanziert kurz und knapp: „Es war Natur pur.“
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 +Vor allem das tolle Miteinander der Gruppe ist dem Betreuerteam positiv aufgefallen. „In einer Zeit, in der es nicht nur in Europa deutliche Tendenzen zur Abschottung gibt, ist es umso wichtiger, junge Menschen zusammen zu bringen“, meint Wildniscamp-Leiter Achim Klein. Bei den Jugendlichen der Nationalparkregionen habe dies super funktioniert. ​ So sind über die Jahre zwischen den Teilnehmern schon oft grenzüberschreitende Freundschaften entstanden, die immer noch gepflegt werden.
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 +=====Luchsnachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein=====
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 +{{  https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1529662576&​tok=04878f&​media=luchsnachwuchs_im_nationalparkzentrum_falkenstein_ral....jpg?​200|Das erste Foto vom Luchs-Nachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein ist einem Besucher in der Abenddämmerung gelungen (Foto: Ralf Lange).}}
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 +**Anzahl der Jungtiere steht noch nicht fest**  ​
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 +Das Luchspaar im Gehege des [[Nationalparkzentrum Falkenstein|Nationalparkzentrums Falkenstein]] hat Nachwuchs. „Ein Jungtier konnte schon von Besuchern und auch von einem Mitarbeiter gesichtet werden“, erklärt Susanne Klett, Tierärztin im Nationalpark. Ob es nur ein Junges oder doch mehrere sind, könne man zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht sagen. „Die Mutter versteckt den Nachwuchs noch gut.“
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 +Die Nachricht über den Luchs-Nachwuchs sorgt in der Nationalparkverwaltung für Freude. Die beiden Luchse sind reine Karpatenluchse und „genetisch wertvoll“,​ so Klett. Die Zucht im Nationalparkzentrum Falkenstein erfolgt im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB).
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 +=====Ausstellung "Die Schachten im Porträt"​=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1533896828&​tok=c8009c&​media=die_schachten_im_portraet.jpg?​200|Zu den Schachten-Bildern von Gerhard Steppes-Michel (Mitte) gab’s bei der Vernissage im Haus zur Wildnis nur positives Feedback – etwa von Laudator Heinz Huther (links) und Nationalparkleiter Franz Leibl. (Foto: Elke Ohland/​Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald).}}
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 +**Haus zur Wildnis präsentiert Bilder von Gerhard Steppes-Michel**
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 +Imposante Eindrücke der Inseln im Waldmeer, wie die Schachten oft genannt werden, sind ab sofort im Haus zur Wildnis zu sehen. Bis Anfang November werden gut 30 Bilder des Schönberger Malers Gerhard Steppes-Michel unter dem Titel „Verträumte Schachten“ ausgestellt. Schon zur Vernissage war der Andrang mit rund 100 Besuchern erfreulich groß.
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 +„Inzwischen malt Gerhard Steppes-Michel ​ den Wald, seine besonderen Licht-, Schatten- und Farbspiele aber auch den einzelnen Baum in seinen verschiedenen Alterszeiten mit einer Genauigkeit,​ die ihn zu einem der bedeutendsten Naturmaler machen“, sagte Regierungsvizepräsident a. D. Dr. Heinz Huther bei seiner Laudatio. Alle Darstellungsformen,​ ob Pastelle, Aquarelle, Federzeichnungen oder Ölbilder seien wahre Meisterwerke.
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 +„Nachdem sich der Nationalpark schon seit langem zusammen mit dem Bayerischen Wald-Verein für den Erhalt der [[Schachten]] engagiert, freut es mich besonders, dass sich Gerhard Steppes-Michel mit diesen ganz speziellen Lebensräumen beschäftigt hat – und die beeindruckenden Ergebnisse in einem unserer Häuser zur Schau stellt“, betonte Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Georg Pletl, Vorsitzender des Wald-Vereins,​ schloss sich diesem Lob an: „Es ist sehr schön, dass sich ein derart renommierter Künstler mit unseren Schachten auseinandersetzt.“
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 +Jede der alten Waldweiden habe etwas ganz Besonderes, sagte der Maler selbst. „Deswegen habe ich auch keinen Lieblingsschachten. Wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht, sieht man überall etwas Schönes.“
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 +Die Ausstellung im [[Haus zur Wildnis]] dauert bis November.
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 +=====Grenzüberschreitende Panoramablicke=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1533897591&​tok=2a24c7&​media=grenzueberschreitene_panoramablicke.jpg?​200|Freuen sich über die gelungene Neuauflage des Kalenders: Nationalparkleiter Franz Leibl (links) und Nationalparkdirektor Pavel Hubený. (Foto: Hans Kiener/​Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald). }}
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 +**Gemeinsamer Kalender der Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava vorgestellt**
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 +Schon zum vierten Mal haben sich die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava zusammengetan,​ um dem größten zusammenhängenden Waldschutzgebiet Mitteleuropas einen Kalender zu widmen. Die Ausgabe für das Jahr 2019 wurde jüngst von den Nationalparkleitern Dr. Franz Leibl und Pavel Hubený vorgestellt. Zu bestaunen gibt’s erstmals imposante Panoramaaufnahmen.
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 +Zu sehen sind beispielsweise verschneite Waldlandschaften,​ nebelverhangene Täler, rauschende Bergbäche, mystische Moore und ganz viel Ästhetik, die die Natur im Kleinen bereithält. „Die Fotos zeigen eine Welt, in der die Natur den Ton angibt und ihre Gesetze gelten“, so Leibl. Und sein tschechischer Kollege Hubený ergänzt: „Die Wildnis – scheinbar chaotisch – offenbart sich in ihrer ganzen Größe.“
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 +Verkauft wird der Kalender in der Buchhandlung Lang in [[Freyung]] sowie in den Läden im [[Hans-Eisenmann-Haus]] und im [[Haus zur Wildnis]]. ​
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 +Zudem kann er beim Lichtland Verlag bestellt werden. Der Kaufpreis liegt bei 24,80 Euro.
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 +=====700 Besucher beim Tummelplatzfest=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1533202271&​tok=5f8ab0&​media=herausragendes_ereignis_fuer_die_gesamte_region_1_.jpg?​200|Hunderte Wanderfreunde zog es am Sonntag hinauf zum Tummelplatzfest. (Foto: Annette Nigl/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +„Herausragendes Ereignis für die gesamte Region“
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 +So viele Naturfreunde trifft man selten auf einem Fleck, doch beim heurigen Fest am [[Tummelplatz]] unterhalb des Lusens versammelten sich am Sonntag geschätzte 700 Wanderer um das alte Forsthaus auf 1139 Höhenmetern. ​ Bei Musik, Tanz, kühlen Getränken und Brotzeit genossen die Besucher das sonnige Wetter auf der ehemaligen Waldweide. Zuvor ging’s bei einer Sternwanderung gemeinsam durch die wilde Natur des Nationalparks Bayerischer Wald.
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 +Bereits am Vormittag versammelten sich hunderte Ausflügler an den sechs Treffpunkten der Wanderungen. Von Waldhäuser,​ Mauth oder dem Jugendwaldheim aus begleiteten Landrat Sebastian Gruber, die Abgeordneten Alexander Muthmann und Max Gibis, die Bürgermeister Alfons Schinabeck, Eduard Schmid und Ernst Kandlbinder,​ Pro-Nationalpark-Vorsitzender Max Greiner sowie Nationalparkchef Dr. Franz Leibl mit seinen Mitarbeitern die Gruppen hinauf zum Tummelplatz.
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 +Ab den Mittagsstunden sorgten die St. Oswalder Tafernmusikanten und die Alphornbläser Schönberg für die musikalische Begleitung des Tages. Für den Höhepunkt des Rahmenprogramms war jedoch eine internationale Gruppe verantwortlich. So tanzte der Heimatverein d`Koishüttler aus Neuschönau gemeinsam mit einer Gruppe iranischer Asylbewerber aus Grafenau. „Das war der absolute Wahnsinn, mit wie viel Freude das Miteinander funktioniert hat“, bilanziert Clemens Rothkopf, Vorsitzender des Heimatvereins. „Die Iraner haben da richtig geglänzt.“ Nationalpark-Umwelbildungsreferent Lukas Laux ergänzt: „Das war wirklich gelebte Integration.“
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 +Und auch die Ehrengäste kamen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Landrat Gruber sagte etwa, die Veranstaltung sei „ein herausragendes Ereignis für die gesamte Region. Hier herrscht eine ganz besondere Stimmung, bei der man die Bevölkerung für die Nationalparkidee begeistern kann.“ Genau das ist auch das Kernanliegen von Nationalparkleiter Leibl: „Mit solchen Festen wollen wir mit den Leuten in Kontakt treten und sie animieren, unsere Natur zu erkunden.“
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 +Eine politische Forderung stellte schließlich noch Max Gibis: „Wir müssen Gas geben, um Geld zu bekommen, damit wir dieses Gebäude am Tummelplatz wieder soweit ertüchtigen,​ dass wir es wieder als Umweltbildungsstätte nutzen können.“ Diesem Wunsch schloss sich auch sein Kollege Muthmann an, der als Vorsitzender des Junior-Ranger-Vereins die Bedeutung der Naturvermittlung an die junge Generation hervorhob.
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 +Alle Hände voll zu tun hatte der Heimatverein übrigens nicht nur beim Tanzen, sondern auch bei der Bewirtung. „Dank unseres starken Teams konnten wir die Gäste ohne Probleme verköstigen“,​ so Rotkopf. Aber auch die Nachwuchsmannschaft des Nationalpark,​ allen voran Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr sowie Commerzbank-Umweltpraktikanten,​ arbeiteten unermüdlich,​ um einen reibungslosen Verlauf zu garantieren. Und die Besucher wussten den Einsatz mit hunderten zufriedenen Gesichtern zu honorieren.  ​
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 +=====Luchs-Skulptur am Schloss=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1533371962&​tok=00fa61&​media=luchs-skulptur_am_schloss.jpg?​200| ​
 +Bei der Einweihung der Luchs-Skulptur:​ Reinhold Gaisbauer (von links), Stefan Neuberger und Frank Henzler. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald)}}
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 +Kunstwerk von Nationalpark-Ranger soll Wilderei thematisieren
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 +Aus einem alten Holz-Zugschlitten hat Nationalpark-Ranger Stefan Neuberger einen an die Kette genommenen Luchs kreiert. Das Kunstwerkt wurde nun vor dem Schloss in [[Ludwigsthal]] platziert und eingeweiht. Es soll zum Nachdenken über illegale Tiertötungen vor der eigenen Haustür anregen.
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 +Neuberger will die Gäste des Schlosses mit seiner Skulptur, die den Titel „Halbe Freiheit“ trägt, ​ aufrütteln:​ „Wilderei gibt es nicht nur in Afrika, sondern auch mitten in Deutschland.“ Die ermordete Luchsin Tessa, die bundesweit Schlagzeilen gemacht hat, sei nur eines von vielen traurigen Beispielen dafür.
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 +In seiner Laudatio sagte Nationalpark-Förster Reinhold Gaisbauer, dass es der Luchs nicht nur in jüngster Zeit schwer habe in der Region. „Bereits 1846 galt er in Bayern als ausgerottet.“ Dass mittlerweile wieder rund 60 Tiere durch den deutsch-tschechisch-österreichischen Grenzraum streifen, sei ein Verdienst eines Auswilderungsprojekts der 1980er Jahre im Böhmerwald. „Doch diese Populationsgröße ist langfristig wohl nicht überlebensfähig“,​ so Gaisbauer.
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 +Als wichtiges Thema bezeichnete auch Schlossherr Franz Henzler, Vorsitzender von Pro-Nationalpark im Zwieseler Winkel, die durch das Werk angesprochene Problematik. Dass Neuberger das Schloss als Standort ausgesucht hat, „macht uns als Verein total stolz“.
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 +=====Mit Filmen Jugendliche für die Luchsforschung begeistern=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=93&​t=1530351642&​tok=fa6c31&​media=luchs-pirsch.jpg?​200|Luchs auf der Pirsch}}
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 +Premiere der dreiteiligen Umweltbildungsreihe im [[Hans-Eisenmann-Haus]] – Marco Heurich vom Nationalpark einer der Hauptprotagonisten
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 +Woran erkennt man Luchsspuren?​ Wie kann man [[Luchs|Luchse]] am besten fotografieren?​ Und welche Spürnase ist nötig, um Luchs-Kot zu finden? Kurze und vor allem knackige Antworten auf all diese Fragen gibt die neue dreiteilige Kurz-Filmreihe „Unterwegs im Luchsrevier“ der Gregor Louisoder Umweltstiftung. Bei den Filmen dreht sich alles um die Luchsforschung im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Premiere fand nun im Hans-Eisenmann-Haus statt.
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 +Mit Tourenski zieht Dr. Marco Heurich, Luchsforscher im Nationalpark Bayerischer Wald, im ersten Teil der Filmreihe durch die verschneiten Wälder des Nationalparks. Denn auch wenn man Luchse nur äußert selten sieht, hinterlassen sie Spuren. Und diese will Heurich finden. Er erklärt, wie man Luchsspuren von denen anderer Tiere unterscheidet und warum die großen Katzen zum Beispiel im Schnee nicht versinken.
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 +Im zweiten Teil wertet Marco Heurich die – wie er es nennt – Selfies aus, die Fotofallen von den Tieren machen. Jeder Luchs hat eine ganz spezielle Zeichnung im Fell. „Und wenn er dann in die Fotofalle geht, können wir ihn identifizieren und die Zahl und Verbreitung der Tiere ermitteln“,​ erklärt er. 28 erwachsene Luchse und elf Jungtiere konnten vom 1. Mai 2016 bis zum 30. April 2017 in den Nationalparks Bayerischer Wald und Sumava ermittelt werden. „Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Anzahl der beobachteten Tiere leicht erhöht.“
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 +Zur Durchführung eines guten Luchs-Monitorings gibt es jedoch noch eine weitere Vorgehensweise,​ die im vergangenen Jahr auch im Nationalpark durchgeführt wurde und mit der sich der dritte Teil der Filmreihe beschäftigt. Und hier spielt ein Vierbeiner selbst die Hauptrolle, und zwar Maple, die Hündin von Laura Hollerbach, Wissenschaftliche Projektmanagerin beim Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt. Maple ist Detektiv und spürt Luchs-Kot auf, dessen DNA dann im Labor untersucht werden kann.
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 +Am Ende der Film-Vorstellung gab es nicht nur für die beiden Hauptdarsteller Marco Heurich und Laura Hollerbach großen Applaus, sondern auch für den Filmemacher Andreas Kastiunig von Stube1 sowie für Franziska Baur, Fachreferentin der Louisoder Umweltstiftung,​ Leiterin des gesamten Projektes und Autorin der Drehbücher. Neben den einfachen, leicht verständlichen und dennoch informativen Erklärungen der Hauptdarsteller gibt es in den Filmen tolle Aufnahmen, unterlegt mit pfiffiger Musik. „Mit diesem Film können wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sicher für die Luchsforschung begeistern“,​ sagte Claus Obermeier, Vorstand der Gregor Louisoder Umweltstiftung. Die Filme sollen faszinieren und die eigene Willensbildung der Kinder und Jugendlichen unterstützen,​ anstatt zu belehren und ihnen Ideologien aufzudrängen. „Die Reihe ist zum einen als Service für die Umweltbildungsszene gedacht, zum anderen aber auch für das Onlinepublikum.“
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 +Auch Christian Binder, Leiter des Hans-Eisenmann-Hauses,​ zeigte sich von dem Ergebnis des Projekts begeistert und bat Claus Obermeier um eine Fortsetzung der Reihe. „Wir werden die Filme auch in unserer Waldwerkstatt,​ die derzeit im Bau ist, zeigen und sie ins laufende Kinoprogramm der Häuser aufnehmen“,​ so Binder. Laufen sollen die Filme auch bei den NaturVision Filmtagen, die vom 19. bis 21. Oktober in Neuschönau über die Bühne gehen. „Es ist schon eine gewisse Tradition, bei uns im Haus innovative Naturfilme vorzustellen. Von daher freut es mich besonders, dass die Premiere der Luchs-Filme ebenso hier stattfindet.“
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 +Zu sehen sind die Filme auf der Homepage der Gregor Louisoder Umweltstiftung unter www.umweltstiftung.com zu sehen.
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 +=====Ausstellungsvitrine in der DB-Lounge am Bahnhof in Nürnberg eingeweiht=====
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 +{{  https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1530177032&​tok=dcdd56&​media=miniatur_glasarche_steht_am_nuernberger_bahnhof_elke_ohland.jpg?​200|Miniatur-Glasarche steht am Nürnberger Bahnhof: Bei der Einweihung der Vitrine in Nürnberg: Teresa Schreib (v.l.) und Raphaela Holzer vom Nationalpark Bayerischer Wald, Bürgermeister Herbert Schreiner, Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl, Katharina Frieg vom Landratsamt Freyung-Grafenau,​ Andreas Schneider, Leiter der DB-Lounge, und Dr. Kathrin Bürglein, Projektleiterin von Fahrtziel Natur (Foto: Elke Ohland ​ / Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald).}}
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 +**Werbung für den Bayerischen Wald und für die Glastradition:​Miniatur-Glasarche steht am Nürnberger Bahnhof**  ​
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 +Sie soll Werbung für den Bayerischen Wald als Natur-, Kultur- und Urlaubsregion machen und über die Glastradition informieren. Die Rede ist von der Vitrine, die in der DB Lounge am Bahnhof in Nürnberg aufgestellt wurde. Zu sehen sind darin drei Miniatur-Exponate,​ die als Originale in den gläsernen Gärten des [[Glasmuseum Frauenau|Glasmuseums Frauenau]] stehen, unter anderem die [[Glasarche]].
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 +„Das Thema Glas ist für die Region Bayerischer Wald sehr bedeutend, bis heute gibt es in Frauenau eine kunstvolle Glasproduktion“,​ sagte Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, bei der Einweihung der Vitrine in Nürnberg. Die Exponate stünden stellvertretend für die beiden großen Themen Holz und Glas, die die Geschichte des Bayerischen Waldes prägten. „Und die Glasarche stellt die Verbindung von Glas und Nationalpark her.“
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 +Herbert Schreiner, Bürgermeister der Gemeinde Frauenau, erklärte, dass die Gläsernen Gärten rund um das Glasmuseum in Frauenau monumentale Glaskunst im Freien bieten. „Wir sind sehr stolz darauf, dass Miniaturen dieser Glasskulpturen in der DB Lounge präsentiert werden.“
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 +Andreas Schneider, Leiter der DB Lounge in Nürnberg, freute sich sehr, dass die Lounge mit Elementen aus dem Fahrziel-Natur-Gebiet Nationalpark und Naturpark Bayerischer Wald gestaltet werden konnte. „Wir haben zirka 800 Gäste täglich, das Interesse an den Ausstellungsstücken ist sehr groß.“ Wie Dr. Kathrin Bürglein, Projektleiterin von Fahrtziel Natur, erklärte, wolle man in der Lounge in erster Linie Bahnreisende,​ die aus städtischen Zentren kommen, darauf aufmerksam machen, wie schnell und bequem Schutzgebiete,​ wie zum Beispiel der Nationalpark Bayerischer Wald, mit dem ÖPNV erreichbar sind. Für Renate Cerny, stellvertretende Landrätin aus Freyung-Grafenau,​ sei das GUTi-Ticket das I-Tüpfelchen der Urlaubsregion Bayerischer Wald, das der Gast inzwischen sehr zu schätzen weiß.
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 +Konzipiert wurde die Glasvitrine von der Nationalpark-Mitarbeiterin Raphaela Holzer, die praktische Umsetzung haben Gabi Zechmann und Karl Friedrich vom Hans-Eisenmann-Haus in Neuschönau übernommen.
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 +=====Luchsnachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein=====
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 +{{  https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1529662576&​tok=04878f&​media=luchsnachwuchs_im_nationalparkzentrum_falkenstein_ral....jpg?​200|Das erste Foto vom Luchs-Nachwuchs im Nationalparkzentrum Falkenstein ist einem Besucher in der Abenddämmerung gelungen (Foto: Ralf Lange).}}
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 +**Anzahl der Jungtiere steht noch nicht fest**  ​
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 +Das Luchspaar im Gehege des [[Nationalparkzentrum Falkenstein|Nationalparkzentrums Falkenstein]] hat Nachwuchs. „Ein Jungtier konnte schon von Besuchern und auch von einem Mitarbeiter gesichtet werden“, erklärt Susanne Klett, Tierärztin im Nationalpark. Ob es nur ein Junges oder doch mehrere sind, könne man zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht sagen. „Die Mutter versteckt den Nachwuchs noch gut.“
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 +Die Nachricht über den Luchs-Nachwuchs sorgt in der Nationalparkverwaltung für Freude. Die beiden Luchse sind reine Karpatenluchse und „genetisch wertvoll“,​ so Klett. Die Zucht im Nationalparkzentrum Falkenstein erfolgt im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB).
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 +=====Drei junge Falken fliegen im Höllbachgespreng aus=====
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 +{{  https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=94&​t=1529661872&​tok=4d848f&​media=drei_junge_falken.jpg?​200|Die Wanderfalken im Höllbachgespreng waren mit ihrer Brut erfolgreich. Vor knapp zwei Wochen sind drei Jungvögel erstmals aus dem Horst geflogen (Foto: Michael Pscheidl / Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald).}}
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 +**Brut war erfolgreich – Sperrung des Wanderweges im [[Höllbachgespreng]] ab 23. Juni aufgehoben**
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 +Schon Anfang Mai war die Freude in der Nationalparkverwaltung groß, als feststand, dass ein Wanderfalkenpaar im Höllbachgespreng brütet. Nun gibt es eine weitere gute Nachricht zu vermelden. „Mitarbeiter von der Wacht konnten beobachten, dass drei junge Falken aus dem Nest ausgeflogen sind“, berichtet Jochen Linner, Naturschutzbeauftragter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Das ist eine tolle Nachricht, gerade vor dem Hintergrund,​ dass die Bruten am Kleinen Falkenstein und am Rachel höchstwahrscheinlich ausgefallen sind.“
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 +Wem Linner in diesem Zusammenhang ganz besonders danken möchte, sind die Wanderer. „Um den Falken die Chance auf eine erfolgreiche Brut zu geben, haben wir den Wanderweg durch das Höllbachgespreng in diesem Jahr deutlich länger gesperrt.“ Dies war nötig, denn anders als in den Vorjahren haben sich die Vögel in diesem Jahr in einem Horst niedergelassen,​ der in unmittelbarer Nähe des Wanderwegs liegt. „Das Risiko, dass die Falken durch Störungen von Menschen die Aufzucht der Jungtiere vernachlässigen und diese dadurch sterben, war zu groß“, so Linner. Letztendlich habe die Sperrung etwas Positives hervorgebracht,​ und zwar die drei jungen Falken. „Möglich wurde das unter anderem auch durch das Verständnis der Wanderer, die sich an die Betretungsregelung gehalten haben.“
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 +Um die Falken und den Bruterfolg verfolgen zu können, haben Ranger der Wacht den Horst in regelmäßigen Abständen beobachtet. Auch Mitarbeiter des Landesbundes für Vogelschutz sind immer mit eingebunden. „Allerdings sind sie dabei sehr vorsichtig vorgegangen,​ um die Vögel nicht zu stören“, sagt Linner. Letztendlich konnte vor knapp zwei Wochen beobachtet werden, wie drei Jungvögel ausgeflogen sind. Daher kann **die Sperrung des Wanderwegs durch das [[Höllbachgespreng]] am Samstag, 23. Juni, aufgehoben werden**. Wanderer können dann auch wieder über diesen Abschnitt den Falkenstein erreichen.
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 +In diesem Zusammenhang weist Linner noch einmal auf das Wegegebot hin, das in Teilen des Nationalparks gilt. „Zum Schutz gefährdeter Arten ist ein Verlassen der markierten Wege im Kerngebiet nicht gestattet.“ Auch in anderen Bereichen des Nationalparks gebe es Brutplätze. Hier handle es sich vor allem um die Lebensräume des Auerhuhns oder um Moore. „Die Wanderer können durch ihr Verhalten dazu beitragen, dass wir den Tieren eine Chance geben, ihren Nachwuchs groß zu ziehen.“ Knapp 60 Prozent der Nationalparkfläche sind allerdings ganzjährig betretbar.
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 =====Nationalpark-Tierpfleger wird zum Lebensretter===== =====Nationalpark-Tierpfleger wird zum Lebensretter=====
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 Abgerundet wird der Film von einem emotionalen Sprechertext nebst fließender Klaviermusik. Diese stammt von der Österreicherin Julia Reschenhofer,​ die die bewegten Bilder bei der Premiere live am Piano begleitete. Der fertige Film wird demnächst in den Kinos vom [[Haus zur Wildnis]] sowie vom [[Hans-Eisenmann-Haus]] zu sehen sein. In wenigen Wochen wird er zudem im Internet veröffentlicht. Anschauen lohnt auf jeden Fall, wie LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt findet: „Man bekommt richtig Lust, das tolle Wasser draußen selbst zu erleben.“ Abgerundet wird der Film von einem emotionalen Sprechertext nebst fließender Klaviermusik. Diese stammt von der Österreicherin Julia Reschenhofer,​ die die bewegten Bilder bei der Premiere live am Piano begleitete. Der fertige Film wird demnächst in den Kinos vom [[Haus zur Wildnis]] sowie vom [[Hans-Eisenmann-Haus]] zu sehen sein. In wenigen Wochen wird er zudem im Internet veröffentlicht. Anschauen lohnt auf jeden Fall, wie LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt findet: „Man bekommt richtig Lust, das tolle Wasser draußen selbst zu erleben.“
  
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-=====Neue Waldführer für den Nationalpark===== 
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-{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=80&​h=120&​t=1527090456&​tok=8a0719&​media=abenteuer_und_wilde_natur_1_.jpg?​200|Das Wissen über den Nationalpark wurde den neuen Waldführern unter anderem bei Exkursionen im wilden Wald näher gebracht, wie hier mit Forschungsleiter Jörg Müller. ​ (Foto: Thomas Michler/​Nationalpark Bayerischer Wald)}} 
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-**25 Frauen und Männer aus der Region schließen Ausbildung erfolgreich ab – „Wichtiges Standbein der Umweltbildung“** 
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-„Nach der Schulung sehe ich nicht nur den Nationalpark,​ sondern den ganzen Bayerischen Wald mit neuen Augen“, sagt Herta Ranftl aus Grafenau kurz nachdem sie aus den Händen von Nationalparkleiter Franz Leibl ihre Urkunde zur bestandenen Waldführerausbildung erhalten hat. Zusammen mit 24 anderen naturinteressierten Menschen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau,​ Regen und Cham wagte sie einen intensiven Blick auf ihre Heimat. Ranftls Fazit: „Um wilde Natur zu erleben, braucht man nicht in die Ferne schweifen und verreisen – man findet sie hier vor der Haustür.“ 
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-Ab sofort werden die neuen Waldführer genau diese Erkenntnis auch an Besucher des Großschutzgebiets weitergeben. Schließlich wird der Führungsbetrieb zum Großteil von den Ehrenamtlichen,​ die in Pro-Nationalpark-Vereinen organisiert sind, getragen. „Sie als frisch gebackene Waldführer sind ein wichtiges Standbein der Umweltbildung im Park und eine große Unterstützung der Nationalparkverwaltung in der Region“, betont daher Leibl. 
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-Ein fundiertes Wissen haben sich die Absolventen seit September 2017 bei sechs mehrere Tage andauernden Unterrichtsblöcken angeeignet. Viele der Einheiten wurden in Begleitung kundigen Nationalparkpersonals im Freien durchgeführt. Unterstützung erhielt das Referenten-Team des Nationalparks dabei auch von der Universität Regensburg. Schwerpunkte waren etwa Biodiversität und Naturethik. Aber auch Nationalparkgeschichte,​ Naturausstattung,​ Walddynamik,​ Verkehrssicherheit oder Umweltbildung standen auf dem Stundenplan. Am Ende galt es neben einer praktischen auch eine umfangreiche schriftliche Prüfung zu absolvieren,​ die alle mit Bravour bestanden. 
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-„Nachdem wir in den letzten Monaten so eine intensive Zeit miteinander verbracht haben, macht’s ein bisschen wehmütig, dass diese besondere Zeit nun vorbeigeht“,​ so Nationalparkpädagoge Thomas Michler, der die Ausbildung koordinierte,​ bei der Abschlussfeier im Schloss [[Ludwigsthal]]. „Aber wir freuen uns umso mehr, die neuen Waldführer im Nationalpark wiederzusehen,​ bei Fortbildungen,​ bei Veranstaltungen und vor allem bei Führungen.“ 
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-Die nächste Ausbildungsrunde startet voraussichtlich im April 2019. Bewerbungen werden ab Herbst möglich sein. Den Stellenwert der Schulung zeigt auch die Nationalparkverordnung. Laut der Rechtsvorschrift dürfen Führungen und andere Veranstaltungen im Nationalpark nur von ausgebildeten Waldführern geleitet werden. 
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 =====Den Urwald-Käfer in der Badewanne gefunden===== =====Den Urwald-Käfer in der Badewanne gefunden=====
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 Um Besucher für die Müllproblematik zu sensibilisieren,​ plant der Nationalpark spezielle Aktionen zu einzelnen Abfallarten durchzuführen. Offiziell gestartet ist die Kampagne derweil aber mit einem internen Termin. Diese Woche nahmen rund 80 Nationalparkmitarbeiter an einem Ramadama-Tag teil. Dabei wurde nicht nur entlang von Wanderwegen,​ sondern auch entlang von öffentlichen Straßen, die durch den Nationalpark führen, Müll gesammelt. Die Helfer tüteten allein hunderte Papiertaschentücher ein.  Zu den ungewöhnlicheren Funden gehörten Autobatterien,​ Benzinkanister,​ Bauschutt oder Scheinwerfer. „Es ist erstaunlich,​ wie viel Abfall bei so einer Aktion zusammenkommt“,​ resümiert Leibl. „Wir hoffen, dass wir aufgrund der startenden Kampagne das nächste Mal deutlich weniger Müll finden werden.“ Um Besucher für die Müllproblematik zu sensibilisieren,​ plant der Nationalpark spezielle Aktionen zu einzelnen Abfallarten durchzuführen. Offiziell gestartet ist die Kampagne derweil aber mit einem internen Termin. Diese Woche nahmen rund 80 Nationalparkmitarbeiter an einem Ramadama-Tag teil. Dabei wurde nicht nur entlang von Wanderwegen,​ sondern auch entlang von öffentlichen Straßen, die durch den Nationalpark führen, Müll gesammelt. Die Helfer tüteten allein hunderte Papiertaschentücher ein.  Zu den ungewöhnlicheren Funden gehörten Autobatterien,​ Benzinkanister,​ Bauschutt oder Scheinwerfer. „Es ist erstaunlich,​ wie viel Abfall bei so einer Aktion zusammenkommt“,​ resümiert Leibl. „Wir hoffen, dass wir aufgrund der startenden Kampagne das nächste Mal deutlich weniger Müll finden werden.“
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-=====Das Waldschmidthaus am Rachel hat neue Pächter===== 
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-{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=72&​t=1524406982&​tok=5479f9&​media=waldschmidthaus_paechter.jpg?​200|Freuen sich über die Unterzeichnung des Pachtvertrages:​ Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl (v.r.), Siegrid Kick, Roland Holzapfel und Sachgebietsleiter Hubert Wachter. ​ Foto: Gregor Wolf}} 
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-**Siegrid Kick und Roland Holzapfel aus Viechtach bewirten ab Juni die Hütte** 
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-Fünf Monate, nachdem der Nationalpark Bayerischer Wald das [[Waldschmidthaus]] am Rachel gekauft hat, stehen jetzt die neuen Pächter fest: Siegrid Kick und Rudi Holzapfel aus Viechtach. Das Paar hat zuletzt im Sommer 2017 in Kärnten das Fraganter Schutzhaus betrieben. Und mit der Pacht des Waldschmidthauses hat sich vor allem Rudi Holzapfel einen Traum erfüllt. 
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-Den Gedanken, einmal als Hüttenwirt zu arbeiten, hatte der Viechtacher schon immer. Auch wenn er aus einer ganz anderen beruflichen Schiene kommt. Rudi Holzapfel ist eigentlich Elektroingenieur. ​ „In meiner Familie gibt es viele Gastronomen“,​ erzählt Rudi Holzapfel. Spaß gemacht habe ihm diese Arbeit schon immer. „Aber meine Eltern haben gesagt, ich soll was Gescheites lernen.“ In der Gastronomie gebe es nur harte Arbeit für wenig Lohn, bekam er oft zu hören. „Also habe ich sozusagen als Hobby in der Gastronomie der Familie mitgeholfen und hauptberuflich als Ingenieur gearbeitet.“ Die Realisierung des Traumes, als Hüttenwirt zu arbeiten, rückte erst wieder in greifbare Nähe, als er vor zwei Jahren seine jetzige Lebensgefährtin Siegrid Kick kennenlernte. Sie ist Sozialpädagogin,​ hat sich ihre Ausbildung und ihr Studium in der Gastronomie verdient. „Vor zwei Jahren habe ich bei Freunden auf einer Hütte in Garmisch ausgeholfen und dort mitgearbeitet“,​ erzählt Siegrid Kick. „Jedes Mal, wenn ich vom Berg runter bin, wurde mein Herz schwer.“ In dieser Zeit lernte sie auch Rudi Holzapfel kennen. Den Traum vom Hüttenwirt träumten sie ab sofort zu zweit. „Und dann hat Siegrid gesagt, das machen wir jetzt einfach“, erinnert sich Rudi Holzapfel. Die beiden sind aus ihren Berufen ausgestiegen und als Hüttenwirte nach Kärnten. „Schon damals hat mir Rudi erzählt, dass es sein Traum wäre, das Waldschmidthaus am Rachel zu betreiben“,​ sagt Siegrid Kick. Als der Nationalpark im vergangenen Jahr schließlich nach einem Pächter suchte, war für die beiden klar, dass sie sich um die Pacht bewerben. „Und es hat geklappt“,​ freuen sie sich nun. 
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-Doch bis der Hüttenbetrieb voraussichtlich im Juni losgehen kann, ist noch einiges zu erledigen. Die Nationalparkverwaltung hat noch Reparaturmaßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und Elektroinfrastruktur in Auftrag gegeben. „Wir bekommen jetzt dann eine Inventarliste um zu sehen, was in der Hütte vorhanden ist und was wir noch benötigen. Dann planen wir weiter“, erklärt Rudi Holzapfel. Was die Bewirtung im Waldschmidthaus angeht, haben die beiden aber schon eine ganz klare Vorstellung:​ „Es wird sicherlich Brennnessel-Knödl mit zerlassener Thymianbutter geben“, sagt Siegrid Kick. „Das ist eine Spezialität,​ die wir in Kärnten selbst kreiert haben.“ Generell werde immer frisch gekocht, „Tiefkühlkost gibt es bei uns nicht“, sagt Rudi Holzapfel. Und wöchentlich soll sich auch die kleine Speisekarte ändern. „Wir wollen einen Wechsel bei dem Essensangebot haben.“ Nur ein Gericht, für das die beiden schon in Kärnten bekannt waren, wird es täglich geben: Und zwar Kaiserschmarrn. 
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-Dr. Franz Leibl, der Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, freute sich bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages,​ dass die Wanderer auf dem Rachel bald wieder verpflegt werden können und wünschte dem Pächterpaar einen guten Start. „Langfristig ist es auch erwünscht, im Waldschmidthaus wieder Übernachtungen zu ermöglichen“,​ sagt Leibl. Hierfür müsse geprüft werden, wann es möglich ist, Brandschutzauflagen zu erfüllen. 
  
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 „Gemeinsame Kontrollgänge unserer Ranger sind ein weiterer Beleg dafür, dass beide Nationalparks gleiche Zielsetzungen verfolgen und die Zusammenarbeit immer enger wird“, betont Nationalparkleiter Franz Leibl. „Mein großer Wunsch ist es, dass in den Augen der Besucher die Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald zu einem Gebiet werden. Ich weiß, dass es dahin noch ein langer Weg ist, aber jede solche Maßnahme, wie die gemeinsamen Streifen unserer Ranger, hilft beim Erreichen dieses Ziels“, ergänzt Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava. „Gemeinsame Kontrollgänge unserer Ranger sind ein weiterer Beleg dafür, dass beide Nationalparks gleiche Zielsetzungen verfolgen und die Zusammenarbeit immer enger wird“, betont Nationalparkleiter Franz Leibl. „Mein großer Wunsch ist es, dass in den Augen der Besucher die Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald zu einem Gebiet werden. Ich weiß, dass es dahin noch ein langer Weg ist, aber jede solche Maßnahme, wie die gemeinsamen Streifen unserer Ranger, hilft beim Erreichen dieses Ziels“, ergänzt Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava.
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-=====Einblicke in Moore, Schachten und Bäche===== 
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-{{ http://​www.waidlerwiki.de/​_media/​einblicke_in_moore_schachten_und_baeche.jpg?​200w=120&​h=90&​t=1521538937&​tok=c7ad89|Beim Sparkassenbesuch in Freyung können sich Kunden nun auch über wertvolle Lebensräume des Nationalparks Bayerischer Wald informieren. (Foto: Claudia Schmidt/​Nationalpark Bayerischer Wald) }} 
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-**Wanderausstellung zum LIFE+ Projekt des Nationalparks ist in der Freyunger Sparkasse zu bestaunen** 
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-Seit dieser Woche gibt es einen neuen Blickfang für die Kunden in der Sparkasse [[Freyung]]. Denn dort präsentiert sich nun die Wanderausstellung zum LIFE+ Projekt des Nationalparks Bayerischer Wald. Multimedial gibt’s dabei spannende Einblicke in besonders schützenswerte Lebensräume. 
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-Nach dem Landratsamt in Regen und der Sparkasse in Grafenau ist es der dritte Schauplatz der Ausstellung. Die vier Säulen mit spannend aufbereiteten Infos zu Mooren, Schachten und Bächen geben nicht nur Erwachsenen tolle Einblicke, sondern sind auch für kleine Besucher ausgelegt. Schließlich kann bei einer Kinder-Rallye mitgemacht werden. „Jeder, der unsere Fragen richtig beantwortet,​ kann sich am Schalter der Sparkasse eine kleine Belohnung abholen“, so Claudia Schmidt, die das LIFE+ Projekt beim Nationalpark betreut. 
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-Seit Oktober 2013 werden dabei mit Unterstützung der Europäischen Union und des Bayerischen Naturschutzfonds seltene Natura-2000-Lebensräume gefördert. Der Wasserhaushalt von Mooren wird verbessert, die Durchgängigkeit von Fließgewässern wiederhergestellt und der Ruckowitzschachten am Falkenstein probehaft beweidet, um Arten wie das Borstgras zu unterstützen. „Mit der Ausstellung wollen wir diese wichtige Naturschutzarbeit zu den Leuten bringen“, sagt Schmidt. 
  
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neues_im_nationalpark_bayerischer_wald.1528969183.txt · Zuletzt geändert: 2018/06/14 09:39 von gfreund

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