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gfreund
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 Abgerundet wird der Film von einem emotionalen Sprechertext nebst fließender Klaviermusik. Diese stammt von der Österreicherin Julia Reschenhofer,​ die die bewegten Bilder bei der Premiere live am Piano begleitete. Der fertige Film wird demnächst in den Kinos vom [[Haus zur Wildnis]] sowie vom [[Hans-Eisenmann-Haus]] zu sehen sein. In wenigen Wochen wird er zudem im Internet veröffentlicht. Anschauen lohnt auf jeden Fall, wie LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt findet: „Man bekommt richtig Lust, das tolle Wasser draußen selbst zu erleben.“ Abgerundet wird der Film von einem emotionalen Sprechertext nebst fließender Klaviermusik. Diese stammt von der Österreicherin Julia Reschenhofer,​ die die bewegten Bilder bei der Premiere live am Piano begleitete. Der fertige Film wird demnächst in den Kinos vom [[Haus zur Wildnis]] sowie vom [[Hans-Eisenmann-Haus]] zu sehen sein. In wenigen Wochen wird er zudem im Internet veröffentlicht. Anschauen lohnt auf jeden Fall, wie LIFE+ Projektbetreuerin Claudia Schmidt findet: „Man bekommt richtig Lust, das tolle Wasser draußen selbst zu erleben.“
  
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-=====Neue Waldführer für den Nationalpark===== 
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-{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=80&​h=120&​t=1527090456&​tok=8a0719&​media=abenteuer_und_wilde_natur_1_.jpg?​200|Das Wissen über den Nationalpark wurde den neuen Waldführern unter anderem bei Exkursionen im wilden Wald näher gebracht, wie hier mit Forschungsleiter Jörg Müller. ​ (Foto: Thomas Michler/​Nationalpark Bayerischer Wald)}} 
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-**25 Frauen und Männer aus der Region schließen Ausbildung erfolgreich ab – „Wichtiges Standbein der Umweltbildung“** 
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-„Nach der Schulung sehe ich nicht nur den Nationalpark,​ sondern den ganzen Bayerischen Wald mit neuen Augen“, sagt Herta Ranftl aus Grafenau kurz nachdem sie aus den Händen von Nationalparkleiter Franz Leibl ihre Urkunde zur bestandenen Waldführerausbildung erhalten hat. Zusammen mit 24 anderen naturinteressierten Menschen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau,​ Regen und Cham wagte sie einen intensiven Blick auf ihre Heimat. Ranftls Fazit: „Um wilde Natur zu erleben, braucht man nicht in die Ferne schweifen und verreisen – man findet sie hier vor der Haustür.“ 
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-Ab sofort werden die neuen Waldführer genau diese Erkenntnis auch an Besucher des Großschutzgebiets weitergeben. Schließlich wird der Führungsbetrieb zum Großteil von den Ehrenamtlichen,​ die in Pro-Nationalpark-Vereinen organisiert sind, getragen. „Sie als frisch gebackene Waldführer sind ein wichtiges Standbein der Umweltbildung im Park und eine große Unterstützung der Nationalparkverwaltung in der Region“, betont daher Leibl. 
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-Ein fundiertes Wissen haben sich die Absolventen seit September 2017 bei sechs mehrere Tage andauernden Unterrichtsblöcken angeeignet. Viele der Einheiten wurden in Begleitung kundigen Nationalparkpersonals im Freien durchgeführt. Unterstützung erhielt das Referenten-Team des Nationalparks dabei auch von der Universität Regensburg. Schwerpunkte waren etwa Biodiversität und Naturethik. Aber auch Nationalparkgeschichte,​ Naturausstattung,​ Walddynamik,​ Verkehrssicherheit oder Umweltbildung standen auf dem Stundenplan. Am Ende galt es neben einer praktischen auch eine umfangreiche schriftliche Prüfung zu absolvieren,​ die alle mit Bravour bestanden. 
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-„Nachdem wir in den letzten Monaten so eine intensive Zeit miteinander verbracht haben, macht’s ein bisschen wehmütig, dass diese besondere Zeit nun vorbeigeht“,​ so Nationalparkpädagoge Thomas Michler, der die Ausbildung koordinierte,​ bei der Abschlussfeier im Schloss [[Ludwigsthal]]. „Aber wir freuen uns umso mehr, die neuen Waldführer im Nationalpark wiederzusehen,​ bei Fortbildungen,​ bei Veranstaltungen und vor allem bei Führungen.“ 
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-Die nächste Ausbildungsrunde startet voraussichtlich im April 2019. Bewerbungen werden ab Herbst möglich sein. Den Stellenwert der Schulung zeigt auch die Nationalparkverordnung. Laut der Rechtsvorschrift dürfen Führungen und andere Veranstaltungen im Nationalpark nur von ausgebildeten Waldführern geleitet werden. 
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 =====Den Urwald-Käfer in der Badewanne gefunden===== =====Den Urwald-Käfer in der Badewanne gefunden=====
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 Um Besucher für die Müllproblematik zu sensibilisieren,​ plant der Nationalpark spezielle Aktionen zu einzelnen Abfallarten durchzuführen. Offiziell gestartet ist die Kampagne derweil aber mit einem internen Termin. Diese Woche nahmen rund 80 Nationalparkmitarbeiter an einem Ramadama-Tag teil. Dabei wurde nicht nur entlang von Wanderwegen,​ sondern auch entlang von öffentlichen Straßen, die durch den Nationalpark führen, Müll gesammelt. Die Helfer tüteten allein hunderte Papiertaschentücher ein.  Zu den ungewöhnlicheren Funden gehörten Autobatterien,​ Benzinkanister,​ Bauschutt oder Scheinwerfer. „Es ist erstaunlich,​ wie viel Abfall bei so einer Aktion zusammenkommt“,​ resümiert Leibl. „Wir hoffen, dass wir aufgrund der startenden Kampagne das nächste Mal deutlich weniger Müll finden werden.“ Um Besucher für die Müllproblematik zu sensibilisieren,​ plant der Nationalpark spezielle Aktionen zu einzelnen Abfallarten durchzuführen. Offiziell gestartet ist die Kampagne derweil aber mit einem internen Termin. Diese Woche nahmen rund 80 Nationalparkmitarbeiter an einem Ramadama-Tag teil. Dabei wurde nicht nur entlang von Wanderwegen,​ sondern auch entlang von öffentlichen Straßen, die durch den Nationalpark führen, Müll gesammelt. Die Helfer tüteten allein hunderte Papiertaschentücher ein.  Zu den ungewöhnlicheren Funden gehörten Autobatterien,​ Benzinkanister,​ Bauschutt oder Scheinwerfer. „Es ist erstaunlich,​ wie viel Abfall bei so einer Aktion zusammenkommt“,​ resümiert Leibl. „Wir hoffen, dass wir aufgrund der startenden Kampagne das nächste Mal deutlich weniger Müll finden werden.“
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-=====Das Waldschmidthaus am Rachel hat neue Pächter===== 
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-{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=72&​t=1524406982&​tok=5479f9&​media=waldschmidthaus_paechter.jpg?​200|Freuen sich über die Unterzeichnung des Pachtvertrages:​ Nationalpark-Leiter Dr. Franz Leibl (v.r.), Siegrid Kick, Roland Holzapfel und Sachgebietsleiter Hubert Wachter. ​ Foto: Gregor Wolf}} 
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-**Siegrid Kick und Roland Holzapfel aus Viechtach bewirten ab Juni die Hütte** 
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-Fünf Monate, nachdem der Nationalpark Bayerischer Wald das [[Waldschmidthaus]] am Rachel gekauft hat, stehen jetzt die neuen Pächter fest: Siegrid Kick und Rudi Holzapfel aus Viechtach. Das Paar hat zuletzt im Sommer 2017 in Kärnten das Fraganter Schutzhaus betrieben. Und mit der Pacht des Waldschmidthauses hat sich vor allem Rudi Holzapfel einen Traum erfüllt. 
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-Den Gedanken, einmal als Hüttenwirt zu arbeiten, hatte der Viechtacher schon immer. Auch wenn er aus einer ganz anderen beruflichen Schiene kommt. Rudi Holzapfel ist eigentlich Elektroingenieur. ​ „In meiner Familie gibt es viele Gastronomen“,​ erzählt Rudi Holzapfel. Spaß gemacht habe ihm diese Arbeit schon immer. „Aber meine Eltern haben gesagt, ich soll was Gescheites lernen.“ In der Gastronomie gebe es nur harte Arbeit für wenig Lohn, bekam er oft zu hören. „Also habe ich sozusagen als Hobby in der Gastronomie der Familie mitgeholfen und hauptberuflich als Ingenieur gearbeitet.“ Die Realisierung des Traumes, als Hüttenwirt zu arbeiten, rückte erst wieder in greifbare Nähe, als er vor zwei Jahren seine jetzige Lebensgefährtin Siegrid Kick kennenlernte. Sie ist Sozialpädagogin,​ hat sich ihre Ausbildung und ihr Studium in der Gastronomie verdient. „Vor zwei Jahren habe ich bei Freunden auf einer Hütte in Garmisch ausgeholfen und dort mitgearbeitet“,​ erzählt Siegrid Kick. „Jedes Mal, wenn ich vom Berg runter bin, wurde mein Herz schwer.“ In dieser Zeit lernte sie auch Rudi Holzapfel kennen. Den Traum vom Hüttenwirt träumten sie ab sofort zu zweit. „Und dann hat Siegrid gesagt, das machen wir jetzt einfach“, erinnert sich Rudi Holzapfel. Die beiden sind aus ihren Berufen ausgestiegen und als Hüttenwirte nach Kärnten. „Schon damals hat mir Rudi erzählt, dass es sein Traum wäre, das Waldschmidthaus am Rachel zu betreiben“,​ sagt Siegrid Kick. Als der Nationalpark im vergangenen Jahr schließlich nach einem Pächter suchte, war für die beiden klar, dass sie sich um die Pacht bewerben. „Und es hat geklappt“,​ freuen sie sich nun. 
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-Doch bis der Hüttenbetrieb voraussichtlich im Juni losgehen kann, ist noch einiges zu erledigen. Die Nationalparkverwaltung hat noch Reparaturmaßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und Elektroinfrastruktur in Auftrag gegeben. „Wir bekommen jetzt dann eine Inventarliste um zu sehen, was in der Hütte vorhanden ist und was wir noch benötigen. Dann planen wir weiter“, erklärt Rudi Holzapfel. Was die Bewirtung im Waldschmidthaus angeht, haben die beiden aber schon eine ganz klare Vorstellung:​ „Es wird sicherlich Brennnessel-Knödl mit zerlassener Thymianbutter geben“, sagt Siegrid Kick. „Das ist eine Spezialität,​ die wir in Kärnten selbst kreiert haben.“ Generell werde immer frisch gekocht, „Tiefkühlkost gibt es bei uns nicht“, sagt Rudi Holzapfel. Und wöchentlich soll sich auch die kleine Speisekarte ändern. „Wir wollen einen Wechsel bei dem Essensangebot haben.“ Nur ein Gericht, für das die beiden schon in Kärnten bekannt waren, wird es täglich geben: Und zwar Kaiserschmarrn. 
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-Dr. Franz Leibl, der Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, freute sich bei der Unterzeichnung des Pachtvertrages,​ dass die Wanderer auf dem Rachel bald wieder verpflegt werden können und wünschte dem Pächterpaar einen guten Start. „Langfristig ist es auch erwünscht, im Waldschmidthaus wieder Übernachtungen zu ermöglichen“,​ sagt Leibl. Hierfür müsse geprüft werden, wann es möglich ist, Brandschutzauflagen zu erfüllen. 
  
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 „Gemeinsame Kontrollgänge unserer Ranger sind ein weiterer Beleg dafür, dass beide Nationalparks gleiche Zielsetzungen verfolgen und die Zusammenarbeit immer enger wird“, betont Nationalparkleiter Franz Leibl. „Mein großer Wunsch ist es, dass in den Augen der Besucher die Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald zu einem Gebiet werden. Ich weiß, dass es dahin noch ein langer Weg ist, aber jede solche Maßnahme, wie die gemeinsamen Streifen unserer Ranger, hilft beim Erreichen dieses Ziels“, ergänzt Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava. „Gemeinsame Kontrollgänge unserer Ranger sind ein weiterer Beleg dafür, dass beide Nationalparks gleiche Zielsetzungen verfolgen und die Zusammenarbeit immer enger wird“, betont Nationalparkleiter Franz Leibl. „Mein großer Wunsch ist es, dass in den Augen der Besucher die Nationalparks Šumava und Bayerischer Wald zu einem Gebiet werden. Ich weiß, dass es dahin noch ein langer Weg ist, aber jede solche Maßnahme, wie die gemeinsamen Streifen unserer Ranger, hilft beim Erreichen dieses Ziels“, ergänzt Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava.
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-=====Einblicke in Moore, Schachten und Bäche===== 
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-{{ http://​www.waidlerwiki.de/​_media/​einblicke_in_moore_schachten_und_baeche.jpg?​200w=120&​h=90&​t=1521538937&​tok=c7ad89|Beim Sparkassenbesuch in Freyung können sich Kunden nun auch über wertvolle Lebensräume des Nationalparks Bayerischer Wald informieren. (Foto: Claudia Schmidt/​Nationalpark Bayerischer Wald) }} 
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-**Wanderausstellung zum LIFE+ Projekt des Nationalparks ist in der Freyunger Sparkasse zu bestaunen** 
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-Seit dieser Woche gibt es einen neuen Blickfang für die Kunden in der Sparkasse [[Freyung]]. Denn dort präsentiert sich nun die Wanderausstellung zum LIFE+ Projekt des Nationalparks Bayerischer Wald. Multimedial gibt’s dabei spannende Einblicke in besonders schützenswerte Lebensräume. 
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-Nach dem Landratsamt in Regen und der Sparkasse in Grafenau ist es der dritte Schauplatz der Ausstellung. Die vier Säulen mit spannend aufbereiteten Infos zu Mooren, Schachten und Bächen geben nicht nur Erwachsenen tolle Einblicke, sondern sind auch für kleine Besucher ausgelegt. Schließlich kann bei einer Kinder-Rallye mitgemacht werden. „Jeder, der unsere Fragen richtig beantwortet,​ kann sich am Schalter der Sparkasse eine kleine Belohnung abholen“, so Claudia Schmidt, die das LIFE+ Projekt beim Nationalpark betreut. 
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-Seit Oktober 2013 werden dabei mit Unterstützung der Europäischen Union und des Bayerischen Naturschutzfonds seltene Natura-2000-Lebensräume gefördert. Der Wasserhaushalt von Mooren wird verbessert, die Durchgängigkeit von Fließgewässern wiederhergestellt und der Ruckowitzschachten am Falkenstein probehaft beweidet, um Arten wie das Borstgras zu unterstützen. „Mit der Ausstellung wollen wir diese wichtige Naturschutzarbeit zu den Leuten bringen“, sagt Schmidt. 
  
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neues_im_nationalpark_bayerischer_wald.txt · Zuletzt geändert: 2018/08/10 10:53 von gfreund

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