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neues_im_nationalpark_bayerischer_wald [2019/08/28 15:13]
gfreund [Jugendliche aus der ganzen Welt helfen im Nationalpark]
neues_im_nationalpark_bayerischer_wald [2020/02/14 09:43] (aktuell)
gfreund
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 **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald** **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald**
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 +=====Gemeinsames Wildtiermonitoring – Bereits 200 000 Fotofallenbilder=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=85&​t=1581671814&​tok=9335f4&​media=npv_bw_-_pm_11-20_inventur_der_wildtiere_in_den_deutschen_nationalparks_1_.jpg?​200|Im Rahmen des Projektes konnte nicht nur Rotwild fotografiert werden, sondern auch Luchse, Dachse, Marder oder Füchse. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +Wie viele Huftiere streifen in den deutschen Nationalparks umher? Und welchen Einfluss haben die Tiere auf die natürliche Waldentwicklung?​ Um diese Fragen zu beantworten,​ arbeiten die deutschen Großschutzgebiete momentan gemeinsam an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) finanzierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
  
    
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 +„Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen der Populationsgröße einzelner Huftierarten und deren Wirkung auf das Ökosystem zu erforschen sowie ein langfristiges Wildtiermonitoring in den Nationalparks zu etablieren“,​ erklärt PD. Dr. Marco Heurich, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Sachgebietsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Nur so kann letztendlich ein sinnvolles und nachhaltiges Management der Huftierbestände in den Nationalparks erfolgen.“
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 +Im Rahmen eines Projektworkshops kamen Vertreter der terrestrischen Nationalparks Deutschlands sowie knapp 20 Wissenschaftler aus Deutschland,​ Österreich,​ der Schweiz und Polen im nordhessischen Bad Wildungen, am Rande des Nationalpark Kellerwald-Edersee,​ zusammen, um über den aktuellen Stand des Projektes zu diskutieren. Dabei einigten sich die Wissenschaftler unter anderem auf ein nationalparkübergreifendes Wildwirkungsmonitoring,​ das die Effekte von Wildtieren auf die Vegetation untersucht. Los geht es damit ab März 2020 zunächst im Rahmen eines Testlaufs, wie Heurich erklärt. Dieser soll Informationen über die Baumartenverteilung und den Zustand der Verjüngung in den Nationalparks liefern.
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 +Bereits beim Auftaktworkshop des Mammutprojektes im Frühjahr 2019 hatten sich die Nationalparks auf die Durchführung eines einheitlichen Populationsmonitorings mit Hilfe von Fotofallen – also automatischen Wildtierkameras – geeinigt und dafür einen einjährigen Probelauf beschlossen. „Seit Oktober sind bundesweit insgesamt 643 Fotofallen in zehn Großschutzgebieten im Einsatz“ erklärt Dr. Christian Fiderer, Projektkoordinator an der Universität Freiburg. „Allein in den ersten beiden Monaten des Testlaufs sind bereits weit mehr als 200 000 Fotofallenbilder bei uns eingegangen,​ die es jetzt wissenschaftlich auszuwerten gilt.“
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 +Zusammen mit den Ergebnissen des Wildwirkungsmonitorings sollen die Auswertungen der Fotofallenbilder wichtige Informationen zum Einfluss der Huftiere auf die Waldentwicklung in den Nationalparks liefern. Doch damit nicht genug: An den aktuellen Probebetrieben nehmen neben dem Nationalparks Bayerischer Wald auch die Nationalparks Berchtesgaden,​ Schwarzwald,​ Hainich, Kellerwald-Edersee,​ Hunsrück-Hochwald,​ Eifel, Harz und Müritz sowie das Wildnisgebiet Königsbrücker Heide teil. „In diesem Umfang stellt das Projekt somit zumindest in Europa ein bislang einzigartiges Unterfangen dar“, so Fiderer. „Bisher unterschieden sich die beim Wildtiermonitoring eingesetzten Methoden in den einzelnen Nationalparks zum Teil sehr, so dass sich Erkenntnisse über Wildtier-Umwelt-Beziehungen in der Regel lokal auf einzelne Schutzgebiete beschränkten.“ Die Teilnahme fast aller terrestrischen Nationalparks Deutschlands an einem streng standardisierten Testlauf erlaubt es nun erstmalig, diese Wechselbeziehungen in einem größeren Kontext nationalparkübergreifend und somit auch in Abhängigkeit zu verschiedenen Waldökosystemen zu untersuchen.
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 +Auch in Nationalparks wird zumindest außerhalb der Kernzonen mittels Jagd regulatorisch in Wildbestände eingegriffen. Zum einen sind die deutschen Schutzgebiete in Anbetracht teils sehr großer Streifgebiete der Tiere oft zu klein, um dem Wild ganzjährig genügend Lebensraum zu bieten. Zum anderen können Wildschäden in der umgebenden Kulturlandschaft,​ die Gefährdung des Schutzzwecks sowie das Risiko von Tierseuchen einen Eingriff in die Population nötig machen.
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 +=====Infos zum 50. Nationalpark-Geburtstag auf einen Blick=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=75&​t=1581673402&​tok=42f831&​media=npv_bw_-_pm_04-20_infos_zum_50._nationalpark-geburtstag_auf_einen_blick.jpg?​200|Auf der Sonderseite zum 50. Nationalpark-Geburtstag,​ die für alle Endgeräte optimiert ist, gibt’s unter anderem interaktive Vorher-Nachher-Fotos sowie 50 Videobotschaften. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Neue Sonderseite www.nationalpark-bayerischer-wald.de/​50jahre und eigener YouTube-Kanal gehen an den Start**
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 +Seit der Gründung des Nationalparks Bayerischer Wald 1970 sind 50 Jahre vergangen. Viel ist in dieser Zeit geschehen – zum Geburtstag wird daher kräftig in der Region gefeiert. Eine neu gestaltete Sonderseite auf der Website des Nationalparks informiert kompakt über alles, was 2020 geplant ist.
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 +Neben aktuellen Berichten zum Jubiläum des Nationalparks sind dort sämtliche Veranstaltungen zu finden, die speziell zum 50. Geburtstag angeboten werden. Neben den zwei großen Festen der Region in und um die beiden Nationalparkzentren wird es wöchentlich Führungen geben, bei denen Mitarbeiter unter dem Motto „Nationalpark exklusiv“ zu spannenden Plätzen unterwegs sind und über ihre tägliche Arbeit berichten. Und unter dem Motto „NationalparkEinblicke“ werden die Türen der Nationalpark-Einrichtungen geöffnet und seltene Blicke hinter die Kulissen gewährt.
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 +Als besonderes Schmankerl sind auf der Sonderseite interaktive Vorher-Nachher-Vergleiche zu finden. Diese zeigen deutlich, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet des Nationalparks getan hat. Der Nationalpark hat sein Archiv durchforstet,​ viel historisches Bildmaterial zugeschickt bekommen und hat diese Aufnahmen der jetzigen Situation gegenübergestellt. Auf diese Art offenbaren sich 50 Jahre Geschichte auf einen Blick.
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 +Ein weiteres Highlight sind die Statements von 50 unterschiedlichen Menschen sowohl aus der Region als auch aus den Bereichen Kabarett, Forschung, Politik, Naturschutz,​ Tourismus, Ehrenamt oder Kunst, die dem Nationalpark Bayerischer Wald zum Jubiläum gratulieren. Diese Statements sind nicht nur auf der Sonderseite zu sehen, sondern können auch auf dem neuen YouTube-Kanal des Nationalparks angesehen werden. Dort werden künftig auch weitere Clips, etwa Tipps zum Aufenthalt im Schutzgebiet oder kurze Mitschnitte der Feierlichkeiten,​ zu finden sein.
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 +Die Sonderseite ist via www.nationalpark-bayerischer-wald.de/​50jahre abrufbar. Der direkte Link zum YouTube-Kanal lautet www.youtube.com/​c/​nationalparkbayerischerwald.
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 +===== Die besten Touren in einem Heft=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1581672562&​tok=a3e148&​media=npv_bw_-_pm_112-19_die_besten_touren_in_einem_heft.jpg?​250|Neun Wander- und drei Radrouten werden in der neuen Nationalpark-Broschüre ausgiebig beschrieben. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Nationalpark hat neue Broschüre mit zwölf Outdoor-Tipps im Angebot**
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 +Wohin zuerst? Diese Frage stellt sich Outdoor-Fans immer wieder, wenn sie eine Region neu kennenlernen. Antworten bietet der Nationalpark Bayerischer Wald nun mit einer neuen, kostenlosen Broschüre. Unter dem Titel „Touren-Tipps – Wandern und Radfahren“ werden zwölf Routen verschiedenster Schwierigkeiten detailliert beschrieben.
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 +„Einzigartige Orte findet man überall in unserem Schutzgebiet“,​ sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Wir wollen die Qual der Wahl aber etwas erleichtern. Deswegen stellen wir die Höhepunkte des Nationalparks Bayerischer Wald – sowie ausgewählte Landschaftsteile des angrenzenden Nationalparks Šumava in Tschechien – vor. Alle diese Touren können wir wärmstens empfehlen. Und mithilfe des neu gestalteten Kartenmaterials ist die Orientierung kinderleicht.“
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 +Auf 58 Seiten finden sich neun Wandervorschläge. Dabei werden nicht nur die drei Gipfel Falkenstein,​ Rachel und Lusen erklommen, sondern auch besondere Naturschönheiten erwandert: Das Felswandergebiet,​ die Urwaldbereiche bei Zwieslerwaldhaus,​ das Klosterfilz sowie die Schachten und Filze. Zudem gibt’s zwei grenzüberschreitenden Runden, eine ab Finsterau und eine ab Bayerisch Eisenstein. Komplettiert wird das Heft von drei Radtouren.
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 +Die Broschüren gibt es in allen Nationalpark-Einrichtungen sowie bei den Tourist-Informationen der Region. Zudem ist das Heft als PDF-Dokument auf der Nationalpark-Homepage – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – im Bereich „Service/​Downloads“ abrufbar.
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 +=====Der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1581073690&​tok=d1b564&​media=npv_bw_-_pm_09-20_der_naturraum_bayerischer_wald_-_sumava_in_den_eiszeiten_2_.jpg?​200|Die Broschüre „Der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten“ ist ab sofort im Publikationsshop des Umweltministeriums erhältlich. (Titelfoto: Sandra Schrönghammer / Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Neue Publikation der Nationalparkverwaltung – Autorenteam der TU München**
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 +Wie hat der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten ausgesehen? Welche Gletscher gab es und wo verliefen sie? Antworten auf diese Fragen gibt das neu erschienene Heft 20 aus der Wissenschaftlichen Forschungsreihe des Nationalparks Bayerischer Wald. Ein geowissenschaftliches Autorenteam der Technischen Universität München hat sich die Aufgabe gestellt, die Oberflächenformen,​ die durch Gletscher und Schmelzwasser in den beiden Nationalparks entstanden sind, gesammelt in einem Werk darzustellen.
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 +In den letzten Jahrzehnten gab es diesseits und jenseits der bayerisch-tschechischen Grenze bereits zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema. Allerdings war es in schwer zugänglichen,​ felsigen Waldgebieten schwierig, lückenlose Aussagen über Geländebefunde zu treffen. Diese Problematik ist seit der Einführung der Laser-gestützten Vermessung des Geländes überwunden und führt zu völlig neuen Möglichkeiten der Fernerkundung von Detailstrukturen im Gelände. Durch das „zeilenweise“ Scannen mit einem Laserstrahl vom Flugzeug aus können über Millionen von Vermessungspunkten auf der Erdoberfläche „vegetationsfreie“ digitale Geländemodelle berechnet werden.
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 +Die Kombination der berechneten Reliefdaten mit bekannten Fakten und neuen Geländebefunden der Autoren hat zu neuen Forschungsergebnissen des geowissenschaftlichen Teams von Ulrich Hauner, Gerhard Lehrberger und Matthias Brugger geführt. Mit der neuen Methode verfügten sie über ein leistungsfähiges Instrument der stufenlosen Relief-Erfassung vom großen Gesteinsblock bis zum Großraum. Damit ist es gelungen, flächendeckend die Hochlagen in beiden Nationalparks und zusätzlichen Bergmassiven auf eiszeitliche Spuren hin zu untersuchen,​ die Gletscher der letzten Kaltzeit vollständig zu rekonstruieren und ihr Rückschmelzverhalten zu dokumentieren. Dieser Forschungsbericht wurde nun von der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald mit großer Karte und zahlreichen Abbildungen herausgegeben und ist ab sofort erhältlich.
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 +Die Karte zeigt alle sieben Vereisungszentren des Mittelgebirges:​ „Zwercheck‐Ježerní hora – Rozvodi“, „Großer Falkenstein‐Lackaberg“,​ „Kiesruck‐Poledník“ und „Rachel‐Lusen‐Černá hora“ als grenzüberschreitende und die Bergmassive Arber, Kubany und Plechý als weitere Vereisungszentren. Rekonstruieren ließen sich 77 Gletscher verschiedenen Typs, deren Spannweite vom Kilometer langen Talgletscher bis zum Gletscherfleck auf dem Hochplateau reicht. Die Karte gibt auch den rekonstruierten Verlauf der hochglazialen Schneegrenze in der Würm-Kaltzeit und das darüber liegende Firngebiet wieder. Enthalten sind in dem Heft auch Detailkartierungen aller großen Gletscher.
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 +Durch detaillierte Kartierung, Geländebefunde und mineralogische Untersuchungen wurde eindeutig geklärt, dass es sich bei den „Grübenfeldern“ um historische Plätze der Goldgewinnung handelt, also nicht um Formungen der Natur.
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 +Die Broschüre ist im Publikationsshop des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erhältlich. Mehr Infos sowie den Link dorthin gibt es unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de
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 +=====2019 war drittwärmstes Jahr=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1578675781&​tok=dafd53&​media=npv_bw_-_pm_02-20_2019_war_drittwaermstes_jahr.jpg?​200|Messtechniker Ludwig Höcker bei der Arbeit an der Klimastation Waldhäuser. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Klimastation in Waldhäuser:​ Forscher des Nationalparks ziehen Bilanz
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 +Blicken die Wissenschaftler um Dr. Claus Bässler auf den Jahresrückblick 2019 der nationalparkeigenen Klimastation im Bergdorf [[Waldhäuser]],​ so zeigt sich ihnen ein mittlerweile vertrautes Bild. Der Trend der vergangenen Jahre hat sich fortgesetzt:​ „2019 gehört in die Reihe stark überdurchschnittlich warmer und trockener Jahre seit 2014“, berichtet der Forscher.
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 +Die Durchschnittstemperatur lag 2019 auf 945 Höhenmetern bei 7,8 Grad, während der Mittelwert der Jahre 1972 bis 2001 dagegen bei 5,8 Grad liegt. Ein erheblicher Unterschied. 2019 stellt damit das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Nationalpark dar. Nur 2014 und 2018 war es mit 7,9 Grad noch wärmer. Auch die Sonnenscheindauer war außergewöhnlich hoch. Das vergangene Jahr weist mit 1804 Stunden den vierthöchsten Ausschlag nach 2003, 2011 und 2018 auf.
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 +Seit 1970 werden im Nationalpark Klimadaten erfasst – unter anderem Temperaturen,​ Schneehöhen,​ Sonnenstunden oder Frosttage. Viele Werte werden bereits automatisch generiert, aber manche müssen von einem vierköpfigen Mess-Team weiterhin manuell abgelesen werden. Dazu zählen auch die Niederschlagsmengen. In diesem Bereich war 2019 ebenso ein Ausreißer festzustellen. Mit einer Niederschlagssumme von 1001,9 Millimetern fiel die Jahresniederschlagsmenge um über 350 Millimeter geringer aus als der Mittelwert und stellt gleichzeitig den drittniedrigsten Wert seit 1972 dar.
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 +Die gesammelten Daten der Messtechniker laufen bei Bässler, stellvertretender Leiter des Nationalpark-Sachgebiets Naturschutz und Forschung, und seinen Kollegen zusammen. Ihr Fazit bezüglich der waldökologischen Auswirkungen 2019: Die Abfolge sehr warmer Jahre haben zu einer vermehrten Entwicklung des Buchdruckers und zu einem entsprechend starken Befall der heimischen Fichten geführt.
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 +Für alle Arten lässt sich dieser Schluss aber nicht ziehen. „Anders als etwa im Nationalpark Hainich, kommen die Buchen im Nationalpark Bayerischer Wald mit den aktuellen Klimaveränderungen noch gut zurecht“, sagt Klimaforscher Bässler. „Auch für die Pilze scheinen die aktuellen Niederschläge noch auszureichen. Ob das bei sich fortschreitender Entwicklung hin zu wärmeren Temperaturen und weniger Niederschlag so bleibt, ist jedoch nicht absehbar.“
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 +Mehr Wetterdaten sowie die komplette Jahresbilanz der Wetterstation Waldhäuser finden Sie auf der Homepage des Nationalparks Bayerischer Wald – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – im Bereich „Aktuelles“.
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 +=====Kurzurlaub zu den Festen der Region=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=67&​t=1576574287&​tok=b27515&​media=npv_bw_-_pm_105-19_kurzurlaub_zu_den_festen_der_region.jpg?​200|Gratulieren herzlich zum Jubiläums-Urlaub:​ Jochen Stieglmeier vom Verein der Nationalpark-Partner,​ Thomas, der die glücklichen Gewinner zog, Daniel Eder, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, und Katrin Wachter, Partner-Koordinatorin im Nationalpark. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Trip zum Nationalpark-Jubiläum verlost: Nationalpark-Partner küren sechs Gewinner**
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 +Ein ganzes Jahr lang konnten die Gäste der Nationalpark-Partner ihr Glück in die Hand nehmen. Bei der großen Verlosung des Vereins, der die 70 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie,​ Erlebnisanbietern und ÖPNV-Betreibern repräsentiert,​ haben knapp 1000 Bayerwald-Urlauber mitgemacht. Nun kam es zur Auslosung. Sechs glückliche Gewinner haben dabei den Jackpot geknackt.
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 +Ihr Gewinn: Ein Rundum-Sorglos-Packet für einen dreitägigen Nationalpark-Kurzurlaub. Darin inkludiert sind zwei Übernachtungen für zwei Personen in einem der Partnerhotels,​ eine Führung durchs Tier-Freigelände,​ der Besuch des Baumwipfelpfads,​ ein mit Leckereien gefülltes Brotzeittuch und als Höhepunkt die Teilnahme bei den Festen der Region anlässlich des 50. Nationalpark-Geburtstags. Diese finden von 23. bis 24. Mai 2020 im Nationalparkzentrum Lusen rund ums [[Hans-Eisenmann-Haus]] und von 8. bis 9. August 2020 im [[Nationalparkzentrum Falkenstein]] bei Ludwigsthal statt.
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 +„Wir freuen uns, dass so viele Urlauber bei unserer Aktion mitgemacht haben“, sagt Jochen Stieglmeier,​ Vorsitzender des Nationalpark-Partner-Vereins. „Jetzt freuen wir uns schon auf ein tolles Jubiläumsjahr und natürlich darauf, dass unsere Gäste eindrucksvolle Erlebnisse genießen können.“ Die Gewinner werden nun schriftlich benachrichtigt. Sie stammen aus Röttenbach,​ Stein, Freiberg, Poing, München und Bad Brückenau.
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 +=====Neue Kooperation mit Schutzgebiet in Albanien=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1575969522&​tok=a8af70&​media=schutzgebiet_in_albanien.jpg?​200|Wollen sich auch künftig austauschen und enger kooperieren:​ Vertreter des Nationalparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Prespa in Albanien. (Foto: Hans Kiener /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Nationalparks Prespa und Bayerischer Wald arbeiten bei Forschung und Umweltbildung zusammen**
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 +Grafenau/​Korça. Gemeinsam kann man mehr bewegen. Getreu diesem Motto hat der Nationalpark Bayerischer Wald eine neue internationale Kooperation mit dem Nationalpark Prespa in Albanien unterzeichnet. Für die nächsten drei Jahre soll vor allem in den Bereichen Forschung, Umweltbildung und Flächenmanagement zusammengearbeitet werden.
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 +„Ich denke, wir können den albanischen Kollegen aufgrund unserer fast 50-jährigen Erfahrung gewinnbringende Tipps geben – gerade in Sachen Nationalparkentwicklung“,​ so Dr. Franz Leibl. Schließlich seien die Ziele unter dem Motto Natur Natur sein lassen dieselben. „Auf der anderen Seite erhoffen natürlich auch wir uns wertvolle Impulse.“ Gerade bei wissenschaftlichen Untersuchungen seien globale Ansätze gefragt. Deshalb wurde der Nationalpark Prespa dank der Kooperation mit dem Bayerischen Wald nun auch in ein europaweites Netzwerk zur Biodiversitätsforschung aufgenommen.
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 +Einen gezielten Austausch soll es etwa beim Wildtier-Monitoring,​ bei der Erfassung von bodenbrütenden Vögeln sowie bei der Analyse von urwaldartigen Rotbuchenwäldern geben. Daneben sieht die Kooperationsvereinbarung vor, sich in den Bereichen Umweltbildung,​ Ranger und Besucherlenkung gegenseitig zu unterstützen. Formell beschlossen wurde die Zusammenarbeit bei einem Treffen von Nationalparkleiter Leibl mit Zamir Dedej, dem Generaldirektor der nationalen Agentur für Schutzgebiete in Albanien, sowie Mihallaq Qirjo, dem Director des Prespa Nationalparks. Initiiert wurde der Austausch von Constanze Schaaff, Projektleiterin bei der GFA Consulting Group.
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 +Das südosteuropäische Schutzgebiet liegt im Dreiländereck zu Nordmazedonien und Griechenland,​ wurde 1990 gegründet und ist mit knapp 28.000 Hektar etwas größer als sein niederbayerisches Pendant. Genau wie der Nationalpark Bayerischer Wald liegt auch der Nationalpark Prespa inmitten des Grünen Bandes, dass sich entlang der ehemaligen Grenzlinie des Kalten Krieges durch ganz Europa erstreckt.
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 +=====Ausgezeichnetes Austauschprogramm mit Israel=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1575969826&​tok=ad487b&​media=austauschprogramm_mit_israelischen_rangern.jpg?​200|
 +Das erste Arbeitstreffen von deutschen uns israelischen Rangern fand 2017 im Nationalpark Bayerischer Wald statt. ​ (Foto: Michael Pscheidl/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Internationaler Rangerverband würdigt völkerverbindendes Projekt**
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 +Chitwan/​Grafenau. Seit 2017 läuft ein Austauschprogramm zwischen deutschen und israelischen Rangern, das sich zunehmend zu einem Erfolgsprojekt entwickelt. Erst kürzlich fand im nepalesischen Chitwan Nationalpark der neunte Welt-Ranger-Kongress statt. Dabei wurde die Initiative zur Überraschung aller Beteiligten mit dem „President Award“ ausgezeichnet.
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 +Unter dem Titel „Twinning project – Winning project“ stellten Ilan Yeger aus Israel und Urs Reif aus Deutschland die bereits durchgeführten Aktivitäten in Nepal vor. Der Präsident der International Ranger Federation (IRF), Sean Willmore, würdigte das Programm anschließend vor allem aufgrund seiner beispielhaften völkerverbindenden Wirkung.
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 +Für die beiden Rangerverbände wie auch für die Projektpartner der Naturwacht Brandenburg sowie der Nationalparks Bayerischer Wald und Schwarzwald stellt die Auszeichnung eine Bestätigung und wichtige Unterstützung dar. „Häufig ist es schwierig in einer durchstrukturierten Arbeitswelt gleichwohl in Israel wie auch in Deutschland,​ den Mitarbeitenden in der Fläche – also den normalen Rangern – einen internationalen Austausch zu ermöglichen. Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung durch die Preisverleihung“,​ freut sich Urs Reif. „Für uns steht die gegenseitige Unterstützung und Weiterbildung im Vordergrund. Die Natur kennt keine Grenzen, ebenso wenig wie die Arbeit im Rangeralltag“,​ ergänzt Michael Großmann, Rangerchef im Nationalpark Bayerischer Wald. „Unser internationaler fachlicher Austausch öffnet Horizonte und zeigt die wichtige Rolle der Ranger bei den gemeinschaftlichen Bemühungen zum Schutz und Erhalt der globalen Biodiversität“,​ so Ilan Yeger von der Nationalparkbehörde in Israel.
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 +=====5700 Zigarettenkippen gesammelt=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1575969281&​tok=8dbdd8&​media=zigarettenkippen_gesammelt.jpg?​200|Die Achtklässler der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte sind extra zum Parkplatz P&R Spiegelau gewandert, um die neue Frage am Kippen-Kasten anzubringen. (Foto: Karin Kirchner /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Kippen-Kästen des Nationalparks werden gut angenommen – Achtklässler aus Riedlhütte liefern neue Fragen**
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 +5700 Zigarettenstumpen konnte die Nationalparkverwaltung in den Sommerferien mit Hilfe der an den Besuchereinrichtungen aufgestellten Kippen-Kästen sammeln. Eine Bilanz, die nicht nur Karin Kirchner, im Nationalpark zuständig für die Anti-Müll-Kampagne,​ erstaunte, sondern auch die Achtklässler der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte.
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 +„Es freut uns, dass die Kästen so gut angenommen werden und ein so großer Teil von Kippen nicht mehr in der Natur landet“, sagt Karin Kirchner. Dem konnten die Schüler aus Riedlhütte nur zustimmen. Sie sind Paten für den Kippen-Kasten,​ der am Parkplatz P&R in Spiegelau steht. Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Alexander Watzl haben sie sich mit Karin Kirchner getroffen, um zum einen eine erste Bilanz der Aktion zu ziehen und zum anderen eine neue Frage am Kippen-Kasten anzubringen.
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 +Seit dem vergangenen Jahr sensibilisiert der Nationalpark Bayerischer Wald seine Besucher dazu, Zigarettenstumpen nicht in der Natur zu entsorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Kippen-Kästen an den stark frequentierten Besucherzentren aufgestellt. Auf jedem Kippen-Kasten findet der Raucher eine Frage mit zwei möglichen Antworten. Unter den zwei Antworten sind Schlitze, in die der Raucher seine Kippe hineinwerfen kann – je nachdem für welche Antwort er sich entscheidet.
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 +Erarbeitet wurden die Fragen von Schülern des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums in Grafenau und eben von der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte. Und nun haben die Achtklässler aus Riedlhütte eine weitere Frage für die Besucher parat: Und zwar: „Wie groß ist der Nationalpark?​ 245 qkm oder 320 qkm?“
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 +Die Kippen-Kästen gehören zur Anti-Müll-Kampagne des Nationalparks Bayerischer Wald „Müll aus, Natur an“, die seit Anfang vergangenen Jahres läuft. In einer ersten Aktion wurden Hundebesitzer dafür sensibilisiert,​ Hundekotbeutel nicht in der Natur zu entsorgen. Die zweite Aktion richtet sich nun an Raucher. Eine Zigarettenkippe enthält bis zu 4000 Giftstoffe und kann 50 Liter Wasser ungenießbar machen. Vielen Besuchern sei nicht bewusst, welch negative Folgen Abfall in der Natur verursache.
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 +=====In den Arbeitsalltag der Eltern geschnuppert=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1574269931&​tok=90c3f6&​media=npv_bw_in_den_arbeitsalltag_der_eltern_geschnuppert.jpg?​200|Einmal auf dem Platz des Nationalpark-Leiters sitzen konnten die Kinder, die am Buß- und Bettag mit ihren Eltern in die Verwaltung gekommen sind. Von Dr. Franz Leibl (v.l.) wurden sie begrüßt, danach hatten sich Fabio Kastenhuber und Ruth Goldhahn ein buntes Programm überlegt. (Foto: Annette Nigl / Nationalpark Bayerischer Wald) }}
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 +**Mitarbeiter des Nationalparks durften am Buß- und Bettag Kinder mitbringen**  ​
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 +Ausschlafen konnten die Kinder der Nationalpark-Mitarbeiter am Buß- und Bettag nicht – dafür bekamen sie einen tollen Vormittag mit einem bunten Programm geboten. An dem schulfreien Tag durften sie mit ihren Eltern in die Arbeit kommen und deren Arbeitsplätze besichtigen. Danach standen Spiele und eine Bastelaktion auf dem Programm. ​
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 +„Wir haben den Kinder-Mitbring-Tag im vergangenen Jahr zum ersten Mal durchgeführt“,​ erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter der Nationalparkverwaltung. „Das Angebot ist von unseren Mitarbeitern sehr gut angenommen worden so dass wir nun in jedem Jahr eine Betreuung am Buß- und Bettag anbieten werden.“ Leibl hatte sich an dem Vormittag auch Zeit für die kleinen Gäste genommen und sie zu Kuchen und Saft an seinen Besprechungstisch eingeladen. „Es ist toll wenn man sieht, wie dieser doch außergewöhnliche und spannende Vormittag den Kindern gefällt.“  ​
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 +Danach übernahmen Ruth Goldhahn und Fabio Kastenhuber,​ zwei Teilnehmer am freiwilligen ökologischen Jahr im Nationalpark,​ das Kommando. Zunächst standen Spiele im Grafenauer Kurpark auf dem Programm, anschließend konnten die Kinder Eichhörnchen basteln.  ​
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 +=====Mehr Platz und Licht für Grau-Erlen=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1571650490&​tok=a629f8&​media=platz_und_licht_fuer_grau-erlen.jpg?​200|Mit einem Harvester werden derzeit am Reschbach Fichten gefällt, um den Grau-Erlen mehr Platz und Licht zu verschaffen. (Foto: Rainer Simonis/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Entnahme von Fichten am Reschbach zum Schutz der besonderen Lebensräume**
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 +Fichten, Tannen und Buchen – das sind die Baumarten, an die man im Nationalpark Bayerischer Wald als erstes denkt. In den Randzonen des Schutzgebietes gibt es in den Bachbereichen aber auch Grau-Erlen-Vorkommen. Der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union zufolge gelten Grauerlenwälder als seltene und prioritär zu schützende Vegetationsbestände. Um diese Bestände zu fördern, werden derzeit am [[Reschbach]] bei [[Mauth]] Grau-Erlen freigestellt.
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 +„Die Auwälder entlang der Bäche, in denen die Grau-Erlen dominieren, sind bis auf wenige Reste im Nationalpark verschwunden“,​ erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Die Gründe dafür seien die jahrzehntelange Förderung von Fichtenbeständen sowie die Verbauung der Bäche. „Dadurch senkt sich der Grundwasserspiegel ab und die natürliche Wasserdynamik geht verloren.“
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 +Um diesen besonderen Lebensraum der Auwälder und damit auch der Grau-Erlen zu erhalten, hat die Nationalparkverwaltung in der Randzone des Nationalparks zwischen Finsterau und Mauth Maßnahmen ergriffen. „Wir fällen Fichten, die in der Nähe der Grau-Erlen stehen und ihnen Licht und Platz nehmen“, so Rainer Simonis, Leiter der Nationalparkdienststelle Finsterau. Größere Fichten werden mit dem Harvester entnommen, kleiner Fichten mit der Motorsäge. Entsprechende Maßnahmen wurden bereits am Kolbersbach zwischen Lindbergmühle und Spiegelhütte durchgeführt,​ geplant seien auch Maßnahmen an der Deffernik in der Nähe von Zwieslerwaldhaus.
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 +Wichtig sei, dass einer Grau-Erlen-Förderung eine Renaturierung des Bachbereichs vorausgehen muss. Im Bereich des Reschbachs ist dies im Rahmen des Life+ Projektes in den vergangenen Jahren geschehen.
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 +=====Nationalpark-Boot hat neuen Ankerplatz=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1570348725&​tok=8f5f5c&​media=nationalpark-boot_hat_neuen_ankerplatz.jpg?​200|Die acht Bewohner des früheren Spiegelauer Caritas-Wohnheims bepflanzten gemeinsam mit den Nationalpark-Praktikanten das Holzboot. (Foto: Corinna Holzinger /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +Bewohner des Caritas-Wohnheims Spiegelau sind umgezogen – Bepflanzungsaktion als Abschluss
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 +In den vergangenen Jahren sind die Bewohner des Caritas-Heims Spiegelau im Rahmen einer Kooperation regelmäßig in den Nationalpark zu Besuch gekommen – zuletzt um im Waldspielgelände ein Holzboot aus einem Baumstamm zu bauen. Im Juli ist die Einrichtung mitsamt dem Nationalpark-Boot in das Caritas-Wohnheim St. Franziskus nach Waldkirchen umgezogen. Um diese jahrlange Zusammenarbeit abzuschließen,​ wurde das Boot an seinem neuen Ankerplatz mit einer Bepflanzungsaktion neu gestaltet.
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 +Tatkräftige Unterstützung erhielten die acht Bewohner von Seiten des Nationalparks. Samuel Steinhilber,​ Commerzbank-Umweltbildungspraktikant,​ und Fabio Kastenhuber,​ Teilnehmer am freiwilligen ökologischen Jahr, sind für die Aktion extra nach Waldkirchen gefahren. Im Gepäck hatten sie Heidekraut, Farne, verschiedene Gräser und Moos. Nachdem das Boot bepflanzt war, stand Kaffee und Kuchen auf dem Programm sowie ein Austausch mit den Bewohnern und dem Personal.
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 +„In der langjährigen Zusammenarbeit sind viele interessante Inklusionsprojekte verwirklicht worden, wie zum Beispiel ein riesiges Insektenhotel oder eine bekletterbare Spechthöhle“,​ erklärt Lukas Laux, Leiter der Umweltbildungsarbeit beim Nationalpark. „Wir werden die Bewohner des Caritas-Wohnheims im Waldspielgelände vermissen.“
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 +=====Urwaldkäfer kehrt nach 113 Jahren zurück=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1569660426&​tok=601bfe&​media=kaefer_nach_113_jahren_wiederentdeckt.jpg?​200|Eine echte Rarität: Peltis grossa. Der Flachkäfer kann bis zu zwei Zentimeter groß werden. (Foto: Lukas Haselberger)}}
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 +**Sensationsfund im Nationalpark Bayerischer Wald – Peltis grossa ist 16. Urwaldreliktart**
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 +Drei Punkte auf der Deutschlandkarte. Allesamt im Alpenraum. Doch bald kommt ein vierter Punkt hinzu – diesmal im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Rede ist von der Verbreitungskarte eines äußerst seltenen Käfers. Wissenschaftlich heißt er Peltis grossa. Ein deutscher Name fehlt der Flachkäferart aus der Familie der Jagdkäfer noch. 113 Jahre lang wurde er im Bayerwald nicht nachgewiesen. Da auch seit der Intensivierung der Käferforschung im Nationalpark vor 13 Jahren kein Exemplar gesichtet wurde, musste man davon ausgehen, dass die Art ausgestorben war.  Nun der lang erwartete Erfolg: Nationalpark-Forschungsleiter Prof. Jörg Müller fand das bis zu zwei Zentimeter große Insekt an einem mächtigen Fichtenstumpf. Damit gibt es nun 16 Urwaldreliktkäfer im Nationalpark – so viele wie nirgendwo sonst in Bayern.  ​
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 +Es ist eine laue Spätsommernacht. Entomologe Lukas Cizek aus Budweis ist am Plöckenstein im tschechischen Nationalpark Šumava unterwegs. Er ist auf der Suche nach dem Zottenbock, ebenfalls ein Urwaldrelikt. Doch anstelle dessen findet er in der Nationalpark-Kernzone fast 20 Exemplare des Peltis grossa. Alle tummeln sich an Borkenkäferfichten,​ deren natürlicher Zerfall vom Rotrandigen Baumschwamm,​ einem Pilz, der Zellulose zersetzt, beschleunigt wird. Gegen 22:30 Uhr teilt er seinem bayerischen Kollegen Müller die Entdeckung via SMS mit. Der geht nicht ins Bett, sondern sucht potentielle Lebensräume in den Nationalparkwäldern auf. Zehn Minuten dauert es, bis Müller die Sensation gelingt. Auf einem Baumschwamm sitzt ein vitaler Peltis grossa. Zuletzt wurde diese Art im Bayerischen Wald im Jahr 1906 bei Spiegelau gesehen.
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 +„Das Geheimnis des Erfolgs liegt in einem kleinen Reliktvorkommen in einem Reservat auf tschechischer Seite, rund 20 Kilometer hinter der Grenze,“ vermutet Müller. „Hier gab es in den 1990er Jahren noch Peltis-grossa-Funde“. Dies zeigt wie wichtig natürliche Spenderflächen für die Wiederbesiedlung sind.
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 +Für große langfristig überlebensfähige Populationen braucht der Käfer vor allem eins: Viel Totholz mit Baumschwämmen. Das findet er mittlerweile in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava auf großer Fläche – dank Borkenkäfer und Sturmereignissen. Nur deswegen gelang es dem Urwaldrelikt sich aus seinem kleinen urwaldartigen Refugium in die grenzüberschreitende Waldwildnis auszubreiten. ​ Ohne die Philosophie Natur Natur sein lassen, wäre dies nicht möglich gewesen. „Große Schutzgebiete,​ die natürliche Prozesse zulassen, schaffen eben genau die Strukturen, die gefährdete Waldarten wie Peltis grossa dringend benötigen“,​ betont Müller.
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 +Glückwünsche zur Wiederentdeckung kommen auch aus Tschechien. Pavel Hubený, Direktor des Nationalparks Šumava, freut sich nicht nur darüber, dass das Urwaldrelikt sich jüngst in seinem Schutzgebiet wieder ausgebreitet hat, sondern vor allem über den Sprung nach Bayern. „So wird die Nachricht zur grenzübergreifenden Erfolgsgeschichte,​ die einmal mehr zeigt, dass unsere geschützte Natur zusammen Großes bewegen kann.“
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 +Für Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl bestätigt dies ebenfalls den hohen Wert ungestörter Walddynamik auf großer Fläche. „Der Fund erinnert an die Geschichte der Zitronengelben Tramete. Auch dieser höchst gefährdete Pilz hat bei uns in naturnahen Waldreservaten überdauert und sich von dort aus in die Naturzonen des Nationalparks Bayerischer Wald ausgebreitet.“ Die Gemeinsamkeit mit dem wiederentdeckten Flachkäfer:​ Auch die Tramete benötigt große Mengen Totholz.
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 +Der Fund beflügelt übrigens nicht nur die Naturschutzabteilung des Nationalparks,​ sondern auch das Umweltbildungsteam. Demnächst steht nämlich die Neuauflage des 2015 erschienenen Kinderbuchs „Die wilden 14“ an, in dem der Nationalpark als Herausgeber das Thema Urwaldreliktkäfer kindgerecht darstellt. Die neue Version des Buches wird dann jedoch den Titel „Die wilden 16“ tragen. Seit der Erstpublikation wurde neben Peltis grossa nämlich bereits 2017 der Gehörnter Zunderschwamm-Schwarzkäfer mit wissenschaftlichem Namen Neomida haemorrhoidalis im Nationalpark entdeckt.
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 +=====So denken Schüler über den Klimawandel=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=84&​t=1569405575&​tok=2afbb0&​media=klimawandel.jpg?​200|Von Schülern gestaltete Plakate, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen,​ sind noch bis 8. November im Haus zur Wildnis zu sehen. (Foto: Achim Klein /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Bei einem EU-Projekt gestaltete Plakate sind im Haus zur Wildnis ausgestellt**
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 +30 Plakate, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen,​ sind derzeit bei der Ausstellung „Taste the waste. A story about climate change, art & collaboration“ im [[Haus zur Wildnis]] zu sehen. Entstanden sind die Werke im Rahmen der internationalen Kooperation „Klimawandel. Medienkunst – am Puls der Zeit“.
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 +Gestaltet wurden die Plakate von Schülern des Dominicus-von-Liprun-Gymnasiums und der Staatlichen Realschule Viechtach, die sich bei einem Aufenthalt im [[Haus zur Wildnis]] und dem Wildniscamp am Falkenstein dem Thema Klimawandel genähert und ihre Ideen und Skizzen in Plakate umgesetzt haben. Betreut wurden sie dabei von Medienpädagogin Britta Wahlers und Ruud Hendrikx, Dozent an der SintLucas Schule in Eindhoven in den Niederlanden. Das Projekt wurde mit Mitteln des Erasmus-Programms der EU gefördert.
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 +Die Ausstellung ist noch bis zum 8. November zu sehen, der Eintritt ist frei. Das Haus zur Wildnis ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
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 +=====Mit GPS-Geräten den Wald erkunden=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=65&​t=1569405216&​tok=c75668&​media=mit_gps-geraeten_den_wald_erkunden.jpg?​200|Als Erinnerung an die Woche im Bayerischen Wald händigten Vertreter des Nationalparks und der Firma esri den 15 Schülern und ihren beiden Lehrern Zertifikate aus. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Schüler aus der Nähe von Düsseldorf beim esri-Sommercamp im Nationalpark
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 +Unter dem Motto „Wahrnehmen,​ Verstehen, Anwenden“ reisten jüngst 15 Schüler aus Nordrhein-Westfalen in den Nationalpark Bayerischer Wald. Im Rahmen des 15. esri-Sommercamps gab’s für die Gruppe vom Gymnasium am Neandertal in Erkrath eine praktische Einführung in Geoinformationssysteme (GIS). Ihre dabei erstellten Karten präsentierten die Elftklässler am Freitag im Neuschönauer [[Hans-Eisenmann-Haus]].
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 +Die ganze vorhergehende Woche waren die Teenager im [[Jugendwaldheim]] bei Schönbrunn am Lusen untergebracht. Von dort wurde etwa das [[Felswandergebiet]],​ das [[Klosterfilz]] oder das [[Tier-Freigelände]] angesteuert. Immer mit dabei: GPS-Geräte und iPads. Damit zeichneten die Kinder nicht nur Routen auf, sondern vermerkten auch besondere Dinge am Wegesrand. Dazu zählten nicht nur Naturschönheiten wie Pilze, Tiere oder Pflanzen, sondern auch Bänke oder Aussichtspunkte. Die ganzen Daten galt es schließlich in informative Karten zu packen.
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 +Vorgestellt wurde das Ergebnis dann nicht nur einer Reihe von Ehrengästen,​ sondern auch den achten Klassen des Grafenauer Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums,​ einer Nationalpark-Partnerschule. Die Schüler aus der Region dürfen schließlich im Laufe des Schuljahres auch noch ein GIS-Projekt angehen und bekamen so einen ersten Eindruck von den Einsatzmöglichkeiten der Technik. Das Fazit der Gäste aus Nordrhein-Westfalen dürfte bei ihren jüngeren Zuhörern auf jeden Fall positiv angekommen sein: „Es war eine unglaubliche Erfahrung, bei der wir nicht nur viel Spaß hatten, sondern auch viel gelernt haben.“  ​
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 +=====Pollenanalyse im Nationalpark zeigt Baumzusammensetzung seit über 10 000 Jahren=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1581673109&​tok=bfdc4c&​media=npv_bw_-_pm_107-19_einblicke_in_die_waldgeschichte.jpg?​200|Wie sah der Wald – wie hier im Bereich des Tummelplatzes – vor 10 000 Jahren aus? Mittels der Analyse von Pollen kann dies nun rekonstruiert werden. (Foto: Christian Binder / Nationalpark Bayerischer Wald)
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 +**Einblicke in die Waldgeschichte**
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 +Wie hat sich der Wald in den vergangenen Jahrtausenden entwickelt? Diese Frage können Forscher des Nationalparks Bayerischer Wald nun beantworten. Zu verdanken ist dies der Analyse von Pollen, die bei Bohrproben im Bereich des Rachels gesammelt wurden. „Das interessanteste Ergebnis ist, dass die menschlichen Eingriffe so stark waren, dass sich stellenweise ursprüngliche Tannen- und Buchenwälder zu Fichtenwäldern entwickelt haben“, erklärt Nationalpark-Sachgebietsleiter Marco Heurich. „Diese Entwicklung startete schon gegen 1000 nach Christus, was massive Holzkohlereste aus dieser Epoche belegen.“
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 +Wissenschaftler des Nationalparks sowie der Universität Bern und der Karlsuniversität Prag trieben im Rachelsee, im Alten Rachelsee und im Stangenfilz Bohrungen in den Untergrund. Die Standorte präsentieren sowohl jetzige Bergmischwälder als auch die Fichtenwälder der Hochlagen. Datiert wurden die gesammelten Pflanzenpollen mithilfe der Radiocarbonmethode,​ die auf dem natürlichen Zerfall radioaktiver Kohlenstoffatome basiert. Ebenso wurden mikroskopische Kohlereste und Industrieruß analysiert.
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 +Die Ergebnisse im Einzelnen: Zwischen 9500 und 8500 vor Christus, also bereits nach der letzten Eiszeit, gibt es im Bayerischen Wald zunächst Wälder, die hauptsächlich aus Kiefern und Birken bestehen. Diese beiden Arten werden danach über einen Zeitraum von 1000 Jahren von Fichten, Eichen, Linden, Ulmen und Eschen verdrängt. Ab 6500 vor Christus gibt es auch Buchen. Nochmal 2000 Jahre später beginnt das Klima feuchter und milder zu werden, was Buchen und später auch Tannen stark begünstigt.
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 +Ab 2000 vor Christus ist schließlich ein menschlicher Einfluss nachweisbar – durch Hanf- und Getreide-Pollen sowie Belege für die Schaffung von Grasland. Im Wald ist die Tanne weiter auf Expansionskurs. Erst kurz vor Christi Geburt geht deren Anteil zurück, dafür kommen wieder vermehrt Birken und Kiefern vor, auch dank menschlicher Aktivitäten wie der Waldweide. Die ersten 800 Jahre nach Christi Geburt, während der Zeit der Völkerwanderungen,​ verschwinden menschliche Spuren wieder, woraufhin sich der Wald erholt.
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 +Im Frühmittelalter,​ also zwischen 800 und 1000 nach Christus, nehmen Menschen wieder mehr Einfluss auf die Umwelt im Bayerischen Wald. Der Offenlandanteil dürfte bei etwa 20 Prozent liegen. Das begünstigt den Wuchs von Wacholder und Fichte, benachteiligt jedoch die Tanne. In den kommenden 600 Jahren wird der Wald immer lichter, Weideflächen dringen sogar in die Hochlagen vor. Die Analysen zeigen einen sprunghaften Anstieg von Kohleresten,​ wohl aufgrund der stärkeren Produktion von Holzkohle. Deswegen befinden sich auch Buche und Tanne auf dem Rückzug.
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 +Zwischen 1800 und 1900 wird gerade im Bereich des Stangenfilzes eine intensive Waldweide betrieben, die dazu führt, dass sich das Moor nicht mehr weiterentwickeln kann. Am Rachelsee hingegen erholen sich die Wälder im selben Zeitraum, sogar der Tannenanteil steigt. Dafür lagern sich nun verstärkt industrielle Rußpartikel ab. Das Maximum dieser Entwicklung wird in den 1970er und 1980er Jahren erreicht.
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 +„Die Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis der Waldentwicklung und Walddynamik im Nationalpark bei“, freut sich Nationalparkleiter Franz Leibl. „Sie zeigt uns, dass unsere Wälder über längere Zeiträume hinweg betrachtet keine statischen, sondern hoch dynamische Ökosysteme sind.“
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 =====Erforschung der Biologischen Vielfalt aus dem All===== =====Erforschung der Biologischen Vielfalt aus dem All=====
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-===== Luchs-Nachwuchs im Tier-Freigelände===== 
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-{{ http://​www.waidlerwiki.de/​waidlerblog/​images/​stories/​artikel/​Aktuelles-Neues/​Luchs-Nachwuchs.jpg?​250|Seit vergangenem Wochenende zeigen sich die Jungtiere den Besuchern des Nationalparkzentrums Lusen. ​ (Foto: Peter Auerbeck)}} 
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-**Zwei etwa sechs Wochen alte Jungtiere sind „augenscheinlich wohlauf“** ​ 
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-Es gibt wieder Nachwuchs im [[Tier-Freigelände]] bei Neuschönau. Die dort lebende zwölfjährige Luchs-Dame hat gleich zwei Junge zur Welt gebracht. „Die Tiere sind augenscheinlich wohlauf“, freut sich Nationalpark-Tierärztin Susanne Klett. Am Wochenende konnten die neuen Bewohner schon von vielen Besuchern des Nationalparkzentrums Lusen bestaunt werden. 
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-„Wir schätzen, dass der Nachwuchs jetzt etwa sechs Wochen alt ist“, erklärt Klett. „Von der Größe her dürften sie schon gut an Hauskatzenniveau herankommen.“ Die Geschlechter stehen bisher nicht fest, da eine Untersuchung noch aussteht. Entdeckt wurde der Nachwuchs übrigens erst am Freitagabend. Bis dahin hatte die Tiermutter ihre Jungen versteckt gehalten. ​ 
  
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neues_im_nationalpark_bayerischer_wald.1567005209.txt · Zuletzt geändert: 2019/08/28 15:13 von gfreund

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