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 **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald** **Interessantes aus dem Geschehen im Nationalpark Bayerischer Wald**
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 +=====Jubiläumsausstellung im Haus zur Wildnis=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=65&​t=1594110454&​tok=84664f&​media=npv_bw_-_pm_53-20_jubilaeumsausstellung_im_haus_zur_wildnis.jpg?​200|Freuen sich auch ohne große Eröffnungsfeier über die gelungene Waldentwicklungsausstellung:​ Lisa Ornezeder, stellvertretende Leiterin vom Haus zur Wildnis (von links), Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl und Achim Klein, Leiter vom Haus zur Wildnis. ​ (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Bis 8. November 2020: Sonderausstellung „50 Jahre (Wald)Entwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald in Bildern“** ​
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 +Zum 50. Geburtstag gibt’s für die Besucher spannende Einblicke in die Waldentwicklung
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 + Viel ist nicht geblieben vom groß geplanten Geburtstagsprogramm des Nationalparks Bayerischer Wald. Doch zumindest in einem Punkt gibt es nahezu keine Abstriche – bei den Ausstellungen. Seit wenigen Tagen ist nun auch die aufwändigste Schau zugänglich. Im Haus zur Wildnis können sich Besucher über die Waldentwicklung der vergangenen 50 Jahre informieren. Im Fokus stehen beeindruckende,​ großformatige Bilder der entstehenden Waldwildnis.
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 +„Damit haben wir einen attraktiven Höhepunkt für unsere Gäste geschaffen“,​ ist sich Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl sicher. „Die gezeigten Aufnahmen geben imposante Einblicke in einen Wald, der in Deutschland seinesgleichen sucht.“ Besonders erfreulich für Leibl ist, dass viele seltene Arten, egal ob Pilz, Pflanze oder Tier, groß in Szene gesetzt werden. Einige dieser besonderen Waldbewohner finden nur aufgrund des Nationalpark-Leitmottos „Natur Natur sein lassen“ die für sie notwendige Lebensraum-Nische,​ um überleben zu können.
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 +Neben den faszinierenden Naturaufnahmen finden Besucher in der Ausstellung auch noch eine Kurzeinführung in die Geschichte des ersten deutschen Nationalparks,​ eine Leseecke, eine Diashow mit den 50 besten Bildern des Fotowettbewerbs „Mein Nationalpark“ sowie ein großformatiges Gästebuch, auf dem Gäste ihr Feedback hinterlassen können. Komplettiert wird die Ausstellung von einer mannsgroßen Stele, auf denen interaktive Vorher-Nachher-Bildvergleiche aufgerufen werden können.
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 +Zu besichtigen ist die Sonderausstellung „50 Jahre (Wald)Entwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald in Bildern“ bis 8. November. Das Haus zur Wildnis hat bei freiem Eintritt täglich geöffnet – aktuell von 10 bis 18 Uhr.
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 +=====Erfolgreiches Bildungsprojekt geht zu Ende=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=80&​t=1592815280&​tok=8a58e6&​media=npv_bw_-_pm_46-20_erfolgreiches_umweltbildungsprojekt_geht_zu_ende_1_.jpg?​200|Das Projektteam um Iris Niederdöckl (von links), Elisabeth Frank, Rita Gaidies und Rupert Frantacek präsentiert stolz das Forschertagebuch und die Informationstafeln am Jugendwaldheim. (Foto: Stefan Heigl/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Umweltbildung zu Natura 2000 in Oberösterreich und Bayern**
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 +Sichtlich zufrieden blickt Elisabeth Frank auf das frisch eingetroffene „Forschertagebuch – Biodiversität im Böhmerwald“. „Es ist wirklich schön geworden“,​ kommentiert sie. Das kleine Heft ist eines der Ergebnisse des Interreg-Projekts „Grenzüberschreitende Umweltbildungsarbeit im oberöstereichisch-bayerischen Böhmerwald“. Am 30. Juni endet die EU-geförderte Kooperation der österreichischen Böhmerwaldschule und des [[Jugendwaldheim|Jugendwaldheims]],​ der ältesten Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Bayerischer Wald.  Dort traf sich das Projektteam noch einmal für eine abschließende Besprechung.
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 +In der Böhmerwald-Region befinden sich mehrere große Natura 2000-Gebiete,​ darunter der Nationalpark Bayrischer Wald. „Mit unserer Umweltbildungsarbeit die Menschen vor Ort, aber auch die jeweils verantwortlichen Pädagogen länderübergreifend zusammenzubringen,​ war und ist uns ein Herzensanliegen“,​ erklärt Frank, die Projektbetreuerin im Nationalpark. Das länderübergreifende Netz aus Schutzgebieten bildet die Basis zum Erhalt der Artenvielfalt in der Grenzregion. Dementsprechend lag der Fokus der entwickelten Umweltbildungsprogramme auf dem Thema Biodiversität.
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 +Neben diesem Hauptthema sind Totholz, Boden, Wasser und Natura 2000 Gegenstand der einzelnen Programme. Zusammen mit Forschern aus ihren Einrichtungen arbeitete das Projektteam ihre Ideen aus und testete sie gründlich mit Schulklassen und anderen Gruppen. Zudem wurden rund um das Jugendwaldheim drei regensichere Unterstände sowie barrierefreie Gruppenräume in Österreich gebaut und kindgerechte Informationstafeln entwickelt und vor den Einrichtungen aufgestellt. „Vor allem Kinder und Jugendliche wollen wir für die Schutzgebiete vor unserer Haustüre sensibilisieren“,​ so Frank.
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 +Ehrenamtliche,​ Lehrkräfte und externe Interessierte auf beiden Seiten wurden in der Umsetzung der Programme geschult, um die Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln zu können. Auch nach dem Ende des Projektes wird die Zusammenarbeit mit der Böhmerwaldschule weitergeführt. Denn die Bildungsarbeit in der Region soll langfristig miteinander vernetzt bleiben, genauso wie die Natur und die Lebensräume im Grenzgebiet.
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 +=====Schnelles Internet fürs Nationalparkzentrum Lusen=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=87&​t=1590833788&​tok=0d00a0&​media=npv_bw_-_pm_40-20_schnelles_internet_fuers_nationalparkzentrum_lusen.jpg?​200|Freuen sich über den Glasfaserausbau im Nationalparkzentrum Lusen: Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl (v.r.), Christian Binder, Leiter des Hans-Eisenmann-Hauses,​ und Bürgermeister Alfons Schinabeck. (Foto: Elke Ohland /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Maßnahme im Rahmen des Glasfaserausbaus in der Gemeinde Neuschönau ** 
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 +Ein Geschenk zum 50. Geburtstag hat Neuschönaus Bürgermeister Alfons Schinabeck nun der Nationalparkverwaltung gemacht. Derzeit wird vom Ortskern entlang der Böhmstraße bis zum [[Hans-Eisenmann-Haus]] und dem Gebäude der Nationalparkwacht ein Glasfaserkabel verlegt.
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 +Durchgeführt wird diese Baumaßnahme im Rahmen des Förderprogramms zum Breitbandausbau in Außenbereichen. „90 Prozent der Kosten trägt der Freistaat, zehn Prozent übernehmen wir als Kommune“, erklärte Alfons Schinabeck beim ersten Ansetzen der Baggerschaufel. „Das schenken wir unserem Nationalpark sehr gerne zum Geburtstag.“ ​
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 +Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks,​ bedankte sich für das Vorhaben. „Für unsere Mitarbeiter im [[Nationalparkzentrum Lusen]] war die fehlende, gute Internetverbindung oft eine große Herausforderung.“ Er freue sich über das Geschenk der Nationalparkgemeinde Neuschönau und darüber, dass man nun im Bereich der Digitalisierung einen Schritt weiter sei.
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 +Bis Ende Juni soll die Maßnahme abgeschlossen sein, dann werden nicht nur die Nationalparkmitarbeiter von dem Ausbau profitieren. „Wir wollen auch unseren Besuchern kostenfreies,​ schnelles Internet anbieten“,​ so Leibl. „Sowohl im Hans-Eisenmann-Haus als auch im Bereich der Parkplätze.“
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 +=====Pilzfernseher fürs Waldgeschichtliche Museum=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=87&​t=1590833537&​tok=d34f56&​media=npv_bw_-_pm_37-20_pilzfernseher_fuers_waldgeschichtliche_museum.jpg?​200|Christian Binder zeigt die neue Installation im Waldgeschichtlichen Museum. (Foto: Annette Nigl /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Neue Installation zeigt Film „Mykorrhiza:​ Was Pilz und Pflanze verbindet“**
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 +Pünktlich zur Wiederöffnung nach der coronabedingten Zwangspause gibt es im [[Waldgeschichtliches Museum|Waldgeschichtlichen Museum]] in St. Oswald eine neue Installation. In einem Rahmen, der wie ein Pilz aussieht, gibt es auf einem Bildschirm den Film „Mykorrhiza kinderleicht erklärt: Was Pilz und Pflanze verbindet“ in Deutsch, Tschechisch und Englisch zu sehen.
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 +„Diese neue Installation im Untergeschoss ist eine Bereicherung für das Haus“, erklärt Christian Binder, Leiter des Waldgeschichtlichen Museums. Der Lehrfilm erklärt die Symbiose zwischen Pilz und Pflanze. Der dreiminütige,​ animierte 3D-Film entstand im Rahmen der bayerisch-tschechischen Kooperation ZIEL ETZ und der Förderprojekte INTERREG und EUREGIO. Er ist nicht nur im Waldgeschichtlichen Museum zu sehen, sondern auch im [[Hans-Eisenmann-Haus]] sowie im [[Haus zur Wildnis]]. „Außerdem nutzen die tschechischen Kollegen des Nationalparks Šumava den Film in ihren Bildungseinrichtungen und Infostellen.“ Zu sehen ist der Film auch auf dem YouTube-Kanal des Nationalparks Bayerischer Wald.
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 +Generell gibt es im Waldgeschichtlichen Museum derzeit noch coronabedingte Einschränkungen. „Wir müssen die aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten“,​ so Binder. Deshalb sind der Treppenbaum,​ die Wurzelhöhle,​ das Vogelnest, die Magmakammer sowie die Hörsessel gesperrt. Der Rest des Museums ist begehbar.
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 +=====Aufbruch ins Walderleben=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=68&​t=1589272606&​tok=6809a8&​media=npv_bw_-_pm_31-20_aufbruch_ins_walderleben_3_.jpg?​200|Waldführer wie Wilhelm Hoff leiten nicht nur den Großteil der öffentlichen Führungen, sondern sind auch bei der Betreuung von Schulklassen im Einsatz. (Foto: Daniela Blöchinger/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Rückblick auf 50 Jahre Umweltbildung im Nationalpark Bayerischer Wald
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 +Ein alter, morscher Baumstamm steht mitten im Wald. Überall ist er von Baumpilzen und Moosen überwuchert. An vielen Stellen ist die Rinde schon komplett abgeblättert. Kurz dahinter steht ein gutes Dutzend Studenten. Sie hören nicht nur gebannt dem lauten Zwitschern der Vögel zu, sondern vor allem den Worten von Lukas Laux. Er ist seit 1989 Umweltbildungsreferent des Nationalparks. Sein Ziel: Junge Menschen für wilde Natur begeistern.
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 +Die Szene hat sich so im April des vergangenen Jahres in der Nähe von [[Zwieslerwaldhaus]] ereignet. Laux war dort im Rahmen des Einführungsseminars für Commerzbank-Umweltpraktikanten aus ganz Deutschland als Referent unterwegs. Auch 2020 hätte das einwöchige Seminar stattfinden sollen. Wie so vieles wurde es Opfer der Corona-Pandemie.
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 +Trotz der aktuellen Ruhe im Wald, zieht das Schutzgebiet derzeit Jubiläumsbilanz. Als erster deutscher Nationalpark überhaupt wird es heuer 50 Jahre alt. Fast genauso lang wird zwischen Fichten, Tannen und Buchen Umweltbildung betrieben. Vieles hat sich dabei verändert. Methoden und Einrichtungen haben sich weiterentwickelt. Im Laufe der Zeit sind dem Bildungsteam des Nationalparks auch einige wegweisende Weichenstellungen geglückt. Ein Rückblick.
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 +„Die Anfangsjahre waren stark von Arbeitseinsätzen geprägt“,​ erklärt Laux. Ausgehend vom 1974 eröffnetem Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen habe man mit Gruppen Wege gebaut, Bäume gepflanzt, alte Zäune abgebaut oder Wiesen freigeschnitten. Im Zuge der Etablierung des Leitgedanken ‚Natur Natur sein lassen‘ sei diese Art von Aktionen mehr und mehr hinfällig geworden. Es folgten vor allem klassische Wanderwochen. Auch mit dem Konzept Schule im Grünen, also der Verlegung des Klassenzimmers in den Wald bei sonst vergleichbaren Lehrbedingungen,​ wurde gearbeitet.
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 +Anfang der 1990er Jahre begann dann der Aufbruch ins Walderleben. „Wir haben fortan versucht, sinnliche und experimentelle Ansätze zu verfolgen“,​ so Laux. Kern des Gedankens: Kinder und Jugendliche sollen erstmal für die Natur begeistert werden. Rückfragen kommen dann von ganz allein. „Zunächst wurden wir dafür belächelt, später hat sich diese Methode nicht nur deutschlandweit durchgesetzt.“ Den Vogelstimmen lauschen, mit bloßen Füßen über den Waldboden schreiten, in Bächen nach Wasserinsekten Ausschau halten oder einfach mal ruhig in der Natur sitzen und die Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen. Neudeutsch: Waldbaden. All das gehört mittlerweile zum Standard des Umweltbildungsteams.
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 +Weiterer Erfolgsfaktor ist die Aufteilung in Kleingruppen. „Früher war es üblich, dass ein Führer mit der ganzen Klasse durch den Wald läuft“, blickt Laux zurück. „Mittlerweile versuchen wir überall dort, wo es geht, Kleingruppen zu bilden.“ Vorteil dabei: „Wir können garantieren,​ dass jedem Schüler genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird – und auch jeder alles selbst ausprobieren kann.“
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 +Generell werden die Angebote für Schulen immer offener gestaltet. „Bei Klassenfahrten mit Übernachtung in den Themenhütten des 2002 eröffneten Wildniscamps am Falkenstein geht das sogar so weit, dass wir den Kindern eine Woche Zeit im Wald schenken“,​ berichtet Laux. Die jungen Teilnehmer beschäftigten sich dann mit selbst gewählten Projekten und lassen ihrer Kreativität inmitten der Natur freien Lauf. „118.084 Übernachtungen wurden allein von 2010 bis 2019 im Wildniscamp und im [[Jugendwaldheim]] gezählt“,​ weiß Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. Nicht nur diese Zahl belegt den Erfolg der umgesetzten Konzepte.
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 +Doch seit jeher lag der Fokus der Umweltbildung auch auf Urlaubern und Tagesausflüglern. Deswegen beginnt der Nationalpark Anfang der 1990er Jahre sein Führungsprogramm zu erweitern. Gab es vorher nur in den Ferienzeiten frei buchbare Angebote, werden diese nun zeitlich ausgedehnt. Das geht mit einem erhöhten Bedarf an Führungspersonal einher. „An dieser Stelle kamen Einheimische ins Spiel“, erinnert sich Umweltbildungsreferent Laux. Wurden geführte Touren bisher meist von Studenten geleitet, kamen nun ehrenamtliche Waldführer hinzu. „Wir wollten, dass die Einheimischen ihren Nationalpark vorstellen.“ Bis heute hat sich dieses Konzept so gut bewährt, dass es vielerorts kopiert wurde.
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 +Um auch Menschen der Region mit Programmen zu erreichen, entwickelt das Umweltbildungsteam regelmäßig Sonderführungsreihen. So gab es Veranstaltungen mit Künstlern, Heimatverbänden und Kirchen. Letzteres hat sich unter dem Motto „Nationalpark und Schöpfung“ sogar langfristig etabliert. Bahnbrechend zum Kontakt mit der jungen Bevölkerung war Ende der 1990er Jahre der Start des Junior-Ranger-Projekts,​ bei dem jedes Jahr Fünftklässler aus der Region vier Tage lang den Nationalpark entdecken können. Fast 3000 Teilnehmer zählte man dabei bisher.
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 +„Seit 2011 gibt’s darüber hinaus sogar eigens ausgezeichnete Nationalpark-Schulen,​ die eine ständige Kooperation mit uns pflegen“, so der Umweltbildungsreferent. Aktuell werden zehn Einrichtungen,​ von der Grundschule bis zum Gymnasium, betreut. Hinzu kommen pädagogisch wertvolle Kindergeburtstage,​ die vor allem von Teilnehmern am freiwilligen ökologischen Jahr inmitten der Natur durchgeführt werden. Von 2010 bis 2019 fanden 845 dieser wilden Partys statt. ​  
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 +Mit der wachsenden Zahl an Umweltbildungsangeboten – 2019 nahmen über 50.000 Menschen an den Programmen teil – wachsen auch die Herausforderungen für die Waldführer,​ die mittlerweile den Großteil der Führungen betreuen. Deswegen ist gerade in jüngster Zeit viel Aufwand in die professionelle Weiterbildung investiert worden. „Unserem Team von etwa 120 aktiven Waldführern steht mittlerweile ein richtiger Fortbildungskatalog zur Verfügung, aus dem sie wählen und ihre eigenen Schwerpunktthemen vertiefen können“, sagt Laux.  ​
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 +Neuester Trend dabei ist das Philosophieren. „Gerade in der Natur gibt es oft kein richtig oder falsch“, begründet Laux diesen neuen Schwerpunkt. „Allein der Begriff ‚Wildnis‘ ist nicht wirklich klar definierbar. Beim Philosophieren darüber kommt man mit den Gästen ganz anders ins Gespräch, als bei einer klassisch vorgetragenen Führung. Es wird interaktiver und lebendiger.“
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 +Und wohin geht die Reise im nächsten Jahrzehnt? „Zunächst einmal wollen wir das erarbeitete hohe umweltpädagogische Niveau halten“, sagt Nationalparkleiter Leibl. „Zudem leben wir in einem wilden, trilateralen Grenzgebiet,​ das viele Chancen bereithält.“ Deswegen würde nicht nur Leibl gern auch im Umweltbildungsbereich verstärkt Angebote im Verbund mit tschechischen und österreichischen Partnern etablieren.
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 +Einige von der Europäischen Union geförderte Interreg-Projekte sind bereits angestoßen oder sogar umgesetzt. Beispielsweise gibt es zur nahezu fertiggestellten Waldwerkstatt im [[Hans-Eisenmann-Haus]] ein Spiegelprojekt im Nationalpark Šumava. Daneben hat das [[Jugendwaldheim]] zusammen mit der Böhmerwaldschule in Oberösterreich Bildungskonzepte zum Thema Biodiversität erarbeitet. Weitere Ideen liegen in der Schublade. So bleibt auch nach Corona viel zu tun im Umweltbildungsteam des Nationalparks.
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 +Meilensteine der Nationalpark-Umweltbildung:​
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 +1974: Das Jugendwaldheim bei Schönbrunn am Lusen geht als erstes dieser Art in Bayern in Betrieb.
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 +1978: Bei Spiegelau wird das Waldspielgelände eröffnet.
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 +1990: Im Nationalpark wird das Commerzbank-Umweltpraktikum entwickelt. Mittlerweile sind 27 Schutzgebiete Teil des Projekts.
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 +1990: Erstmals werden Einheimische zu ehrenamtlichen Waldführern ausgebildet.
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 +1994: Für 1,6 Millionen Deutsche Mark wird das Jugendwaldheim erweitert.
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 +1998: Erstmal findet in den Ferien das Junior-Ranger-Projekt statt.
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 +2002: Als zweite große Umweltbildungseinrichtung wird das Wildniscamp am Falkenstein eröffnet.
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 +2009: Im Jugendwaldheim entsteht ein Anbau mit Seminar- und Computerraum.
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 +2009: Das Wildniscamp wird „ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade für nachhaltige Entwicklung“.
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 +2011: Die Nationalpark-Bildungsarbeit wird erstmals mit dem Gütesiegel „Umweltbildung.Bayern“ ausgezeichnet.
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 +2011: Das Kooperationsprojekt Nationalpark-Schulen startet.
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 +2016: Die Waldführer-Ausbildung wird reformiert und findet nun als Blockseminar statt.
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 +=====Schulklassen:​ Bitte lächeln!=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=89&​h=120&​t=1582280416&​tok=05bef8&​media=npv_bw_-_pm_15-20_schulklassen_bitte_laecheln_1_.jpg?​200|Knapp 500 Schulklassen kamen allein im vergangenen Jahr in den Nationalpark. Zum 50. Geburtstag gibt’s nun eine Fotoaktion für die jungen Naturfans. (Foto: Daniela Blöchinger/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Fotoaktion des Nationalparks im Rahmen des 50. Geburtstags**
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 +Im Schnitt besucht täglich mehr als eine Schulklasse den Nationalpark Bayerischer Wald, um von seiner wilden Natur zu lernen. Allein 2019 nahmen 475 Klassen mit über 10 000 Schülern an Umweltbildungsprogrammen teil. „Die große Zahl und die Vielfalt der interessierten Kinder möchten wir in unserem Jubiläumsjahr in besonderer Weise dokumentieren“,​ sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl mit Bezug auf den 50. Geburtstag des Schutzgebiets,​ der heuer gefeiert wird. Daher ist nun eine Fotoaktion ins Leben gerufen worden.
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 +Auf der Homepage des Nationalparks – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – finden Lehrer ein Infoblatt zur Aktion zum Download. Damit können die Eltern vorab informiert werden. Die Fotos selbst sollen dann am Ende der Führungen im Nationalpark entstehen.
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 +=====Gemeinsames Wildtiermonitoring – Bereits 200 000 Fotofallenbilder=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=85&​t=1581671814&​tok=9335f4&​media=npv_bw_-_pm_11-20_inventur_der_wildtiere_in_den_deutschen_nationalparks_1_.jpg?​200|Im Rahmen des Projektes konnte nicht nur Rotwild fotografiert werden, sondern auch Luchse, Dachse, Marder oder Füchse. (Foto: Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +Wie viele Huftiere streifen in den deutschen Nationalparks umher? Und welchen Einfluss haben die Tiere auf die natürliche Waldentwicklung?​ Um diese Fragen zu beantworten,​ arbeiten die deutschen Großschutzgebiete momentan gemeinsam an einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) finanzierten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
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 +„Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen der Populationsgröße einzelner Huftierarten und deren Wirkung auf das Ökosystem zu erforschen sowie ein langfristiges Wildtiermonitoring in den Nationalparks zu etablieren“,​ erklärt PD. Dr. Marco Heurich, wissenschaftlicher Leiter des Projekts und Sachgebietsleiter des Nationalparks Bayerischer Wald. „Nur so kann letztendlich ein sinnvolles und nachhaltiges Management der Huftierbestände in den Nationalparks erfolgen.“
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 +Im Rahmen eines Projektworkshops kamen Vertreter der terrestrischen Nationalparks Deutschlands sowie knapp 20 Wissenschaftler aus Deutschland,​ Österreich,​ der Schweiz und Polen im nordhessischen Bad Wildungen, am Rande des Nationalpark Kellerwald-Edersee,​ zusammen, um über den aktuellen Stand des Projektes zu diskutieren. Dabei einigten sich die Wissenschaftler unter anderem auf ein nationalparkübergreifendes Wildwirkungsmonitoring,​ das die Effekte von Wildtieren auf die Vegetation untersucht. Los geht es damit ab März 2020 zunächst im Rahmen eines Testlaufs, wie Heurich erklärt. Dieser soll Informationen über die Baumartenverteilung und den Zustand der Verjüngung in den Nationalparks liefern.
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 +Bereits beim Auftaktworkshop des Mammutprojektes im Frühjahr 2019 hatten sich die Nationalparks auf die Durchführung eines einheitlichen Populationsmonitorings mit Hilfe von Fotofallen – also automatischen Wildtierkameras – geeinigt und dafür einen einjährigen Probelauf beschlossen. „Seit Oktober sind bundesweit insgesamt 643 Fotofallen in zehn Großschutzgebieten im Einsatz“ erklärt Dr. Christian Fiderer, Projektkoordinator an der Universität Freiburg. „Allein in den ersten beiden Monaten des Testlaufs sind bereits weit mehr als 200 000 Fotofallenbilder bei uns eingegangen,​ die es jetzt wissenschaftlich auszuwerten gilt.“
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 +Zusammen mit den Ergebnissen des Wildwirkungsmonitorings sollen die Auswertungen der Fotofallenbilder wichtige Informationen zum Einfluss der Huftiere auf die Waldentwicklung in den Nationalparks liefern. Doch damit nicht genug: An den aktuellen Probebetrieben nehmen neben dem Nationalparks Bayerischer Wald auch die Nationalparks Berchtesgaden,​ Schwarzwald,​ Hainich, Kellerwald-Edersee,​ Hunsrück-Hochwald,​ Eifel, Harz und Müritz sowie das Wildnisgebiet Königsbrücker Heide teil. „In diesem Umfang stellt das Projekt somit zumindest in Europa ein bislang einzigartiges Unterfangen dar“, so Fiderer. „Bisher unterschieden sich die beim Wildtiermonitoring eingesetzten Methoden in den einzelnen Nationalparks zum Teil sehr, so dass sich Erkenntnisse über Wildtier-Umwelt-Beziehungen in der Regel lokal auf einzelne Schutzgebiete beschränkten.“ Die Teilnahme fast aller terrestrischen Nationalparks Deutschlands an einem streng standardisierten Testlauf erlaubt es nun erstmalig, diese Wechselbeziehungen in einem größeren Kontext nationalparkübergreifend und somit auch in Abhängigkeit zu verschiedenen Waldökosystemen zu untersuchen.
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 +Auch in Nationalparks wird zumindest außerhalb der Kernzonen mittels Jagd regulatorisch in Wildbestände eingegriffen. Zum einen sind die deutschen Schutzgebiete in Anbetracht teils sehr großer Streifgebiete der Tiere oft zu klein, um dem Wild ganzjährig genügend Lebensraum zu bieten. Zum anderen können Wildschäden in der umgebenden Kulturlandschaft,​ die Gefährdung des Schutzzwecks sowie das Risiko von Tierseuchen einen Eingriff in die Population nötig machen.
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 +=====Infos zum 50. Nationalpark-Geburtstag auf einen Blick=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=75&​t=1581673402&​tok=42f831&​media=npv_bw_-_pm_04-20_infos_zum_50._nationalpark-geburtstag_auf_einen_blick.jpg?​200|Auf der Sonderseite zum 50. Nationalpark-Geburtstag,​ die für alle Endgeräte optimiert ist, gibt’s unter anderem interaktive Vorher-Nachher-Fotos sowie 50 Videobotschaften. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Neue Sonderseite www.nationalpark-bayerischer-wald.de/​50jahre und eigener YouTube-Kanal gehen an den Start**
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 +Seit der Gründung des Nationalparks Bayerischer Wald 1970 sind 50 Jahre vergangen. Viel ist in dieser Zeit geschehen – zum Geburtstag wird daher kräftig in der Region gefeiert. Eine neu gestaltete Sonderseite auf der Website des Nationalparks informiert kompakt über alles, was 2020 geplant ist.
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 +Neben aktuellen Berichten zum Jubiläum des Nationalparks sind dort sämtliche Veranstaltungen zu finden, die speziell zum 50. Geburtstag angeboten werden. Neben den zwei großen Festen der Region in und um die beiden Nationalparkzentren wird es wöchentlich Führungen geben, bei denen Mitarbeiter unter dem Motto „Nationalpark exklusiv“ zu spannenden Plätzen unterwegs sind und über ihre tägliche Arbeit berichten. Und unter dem Motto „NationalparkEinblicke“ werden die Türen der Nationalpark-Einrichtungen geöffnet und seltene Blicke hinter die Kulissen gewährt.
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 +Als besonderes Schmankerl sind auf der Sonderseite interaktive Vorher-Nachher-Vergleiche zu finden. Diese zeigen deutlich, wie viel sich in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet des Nationalparks getan hat. Der Nationalpark hat sein Archiv durchforstet,​ viel historisches Bildmaterial zugeschickt bekommen und hat diese Aufnahmen der jetzigen Situation gegenübergestellt. Auf diese Art offenbaren sich 50 Jahre Geschichte auf einen Blick.
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 +Ein weiteres Highlight sind die Statements von 50 unterschiedlichen Menschen sowohl aus der Region als auch aus den Bereichen Kabarett, Forschung, Politik, Naturschutz,​ Tourismus, Ehrenamt oder Kunst, die dem Nationalpark Bayerischer Wald zum Jubiläum gratulieren. Diese Statements sind nicht nur auf der Sonderseite zu sehen, sondern können auch auf dem neuen YouTube-Kanal des Nationalparks angesehen werden. Dort werden künftig auch weitere Clips, etwa Tipps zum Aufenthalt im Schutzgebiet oder kurze Mitschnitte der Feierlichkeiten,​ zu finden sein.
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 +
 +Die Sonderseite ist via www.nationalpark-bayerischer-wald.de/​50jahre abrufbar. Der direkte Link zum YouTube-Kanal lautet www.youtube.com/​c/​nationalparkbayerischerwald.
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 +===== Die besten Touren in einem Heft=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1581672562&​tok=a3e148&​media=npv_bw_-_pm_112-19_die_besten_touren_in_einem_heft.jpg?​250|Neun Wander- und drei Radrouten werden in der neuen Nationalpark-Broschüre ausgiebig beschrieben. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Nationalpark hat neue Broschüre mit zwölf Outdoor-Tipps im Angebot**
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 +Wohin zuerst? Diese Frage stellt sich Outdoor-Fans immer wieder, wenn sie eine Region neu kennenlernen. Antworten bietet der Nationalpark Bayerischer Wald nun mit einer neuen, kostenlosen Broschüre. Unter dem Titel „Touren-Tipps – Wandern und Radfahren“ werden zwölf Routen verschiedenster Schwierigkeiten detailliert beschrieben.
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 +„Einzigartige Orte findet man überall in unserem Schutzgebiet“,​ sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Wir wollen die Qual der Wahl aber etwas erleichtern. Deswegen stellen wir die Höhepunkte des Nationalparks Bayerischer Wald – sowie ausgewählte Landschaftsteile des angrenzenden Nationalparks Šumava in Tschechien – vor. Alle diese Touren können wir wärmstens empfehlen. Und mithilfe des neu gestalteten Kartenmaterials ist die Orientierung kinderleicht.“
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 +Auf 58 Seiten finden sich neun Wandervorschläge. Dabei werden nicht nur die drei Gipfel Falkenstein,​ Rachel und Lusen erklommen, sondern auch besondere Naturschönheiten erwandert: Das Felswandergebiet,​ die Urwaldbereiche bei Zwieslerwaldhaus,​ das Klosterfilz sowie die Schachten und Filze. Zudem gibt’s zwei grenzüberschreitenden Runden, eine ab Finsterau und eine ab Bayerisch Eisenstein. Komplettiert wird das Heft von drei Radtouren.
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 +Die Broschüren gibt es in allen Nationalpark-Einrichtungen sowie bei den Tourist-Informationen der Region. Zudem ist das Heft als PDF-Dokument auf der Nationalpark-Homepage – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – im Bereich „Service/​Downloads“ abrufbar.
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 +=====Der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1581073690&​tok=d1b564&​media=npv_bw_-_pm_09-20_der_naturraum_bayerischer_wald_-_sumava_in_den_eiszeiten_2_.jpg?​200|Die Broschüre „Der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten“ ist ab sofort im Publikationsshop des Umweltministeriums erhältlich. (Titelfoto: Sandra Schrönghammer / Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Neue Publikation der Nationalparkverwaltung – Autorenteam der TU München**
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 +Wie hat der Naturraum Bayerischer Wald – Šumava in den Eiszeiten ausgesehen? Welche Gletscher gab es und wo verliefen sie? Antworten auf diese Fragen gibt das neu erschienene Heft 20 aus der Wissenschaftlichen Forschungsreihe des Nationalparks Bayerischer Wald. Ein geowissenschaftliches Autorenteam der Technischen Universität München hat sich die Aufgabe gestellt, die Oberflächenformen,​ die durch Gletscher und Schmelzwasser in den beiden Nationalparks entstanden sind, gesammelt in einem Werk darzustellen.
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 +In den letzten Jahrzehnten gab es diesseits und jenseits der bayerisch-tschechischen Grenze bereits zahlreiche Untersuchungen zu diesem Thema. Allerdings war es in schwer zugänglichen,​ felsigen Waldgebieten schwierig, lückenlose Aussagen über Geländebefunde zu treffen. Diese Problematik ist seit der Einführung der Laser-gestützten Vermessung des Geländes überwunden und führt zu völlig neuen Möglichkeiten der Fernerkundung von Detailstrukturen im Gelände. Durch das „zeilenweise“ Scannen mit einem Laserstrahl vom Flugzeug aus können über Millionen von Vermessungspunkten auf der Erdoberfläche „vegetationsfreie“ digitale Geländemodelle berechnet werden.
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 +Die Kombination der berechneten Reliefdaten mit bekannten Fakten und neuen Geländebefunden der Autoren hat zu neuen Forschungsergebnissen des geowissenschaftlichen Teams von Ulrich Hauner, Gerhard Lehrberger und Matthias Brugger geführt. Mit der neuen Methode verfügten sie über ein leistungsfähiges Instrument der stufenlosen Relief-Erfassung vom großen Gesteinsblock bis zum Großraum. Damit ist es gelungen, flächendeckend die Hochlagen in beiden Nationalparks und zusätzlichen Bergmassiven auf eiszeitliche Spuren hin zu untersuchen,​ die Gletscher der letzten Kaltzeit vollständig zu rekonstruieren und ihr Rückschmelzverhalten zu dokumentieren. Dieser Forschungsbericht wurde nun von der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald mit großer Karte und zahlreichen Abbildungen herausgegeben und ist ab sofort erhältlich.
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 +Die Karte zeigt alle sieben Vereisungszentren des Mittelgebirges:​ „Zwercheck‐Ježerní hora – Rozvodi“, „Großer Falkenstein‐Lackaberg“,​ „Kiesruck‐Poledník“ und „Rachel‐Lusen‐Černá hora“ als grenzüberschreitende und die Bergmassive Arber, Kubany und Plechý als weitere Vereisungszentren. Rekonstruieren ließen sich 77 Gletscher verschiedenen Typs, deren Spannweite vom Kilometer langen Talgletscher bis zum Gletscherfleck auf dem Hochplateau reicht. Die Karte gibt auch den rekonstruierten Verlauf der hochglazialen Schneegrenze in der Würm-Kaltzeit und das darüber liegende Firngebiet wieder. Enthalten sind in dem Heft auch Detailkartierungen aller großen Gletscher.
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 +Durch detaillierte Kartierung, Geländebefunde und mineralogische Untersuchungen wurde eindeutig geklärt, dass es sich bei den „Grübenfeldern“ um historische Plätze der Goldgewinnung handelt, also nicht um Formungen der Natur.
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 +Die Broschüre ist im Publikationsshop des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz erhältlich. Mehr Infos sowie den Link dorthin gibt es unter www.nationalpark-bayerischer-wald.de
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 +=====2019 war drittwärmstes Jahr=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1578675781&​tok=dafd53&​media=npv_bw_-_pm_02-20_2019_war_drittwaermstes_jahr.jpg?​200|Messtechniker Ludwig Höcker bei der Arbeit an der Klimastation Waldhäuser. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Klimastation in Waldhäuser:​ Forscher des Nationalparks ziehen Bilanz
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 +Blicken die Wissenschaftler um Dr. Claus Bässler auf den Jahresrückblick 2019 der nationalparkeigenen Klimastation im Bergdorf [[Waldhäuser]],​ so zeigt sich ihnen ein mittlerweile vertrautes Bild. Der Trend der vergangenen Jahre hat sich fortgesetzt:​ „2019 gehört in die Reihe stark überdurchschnittlich warmer und trockener Jahre seit 2014“, berichtet der Forscher.
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 +Die Durchschnittstemperatur lag 2019 auf 945 Höhenmetern bei 7,8 Grad, während der Mittelwert der Jahre 1972 bis 2001 dagegen bei 5,8 Grad liegt. Ein erheblicher Unterschied. 2019 stellt damit das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Nationalpark dar. Nur 2014 und 2018 war es mit 7,9 Grad noch wärmer. Auch die Sonnenscheindauer war außergewöhnlich hoch. Das vergangene Jahr weist mit 1804 Stunden den vierthöchsten Ausschlag nach 2003, 2011 und 2018 auf.
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 +Seit 1970 werden im Nationalpark Klimadaten erfasst – unter anderem Temperaturen,​ Schneehöhen,​ Sonnenstunden oder Frosttage. Viele Werte werden bereits automatisch generiert, aber manche müssen von einem vierköpfigen Mess-Team weiterhin manuell abgelesen werden. Dazu zählen auch die Niederschlagsmengen. In diesem Bereich war 2019 ebenso ein Ausreißer festzustellen. Mit einer Niederschlagssumme von 1001,9 Millimetern fiel die Jahresniederschlagsmenge um über 350 Millimeter geringer aus als der Mittelwert und stellt gleichzeitig den drittniedrigsten Wert seit 1972 dar.
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 +Die gesammelten Daten der Messtechniker laufen bei Bässler, stellvertretender Leiter des Nationalpark-Sachgebiets Naturschutz und Forschung, und seinen Kollegen zusammen. Ihr Fazit bezüglich der waldökologischen Auswirkungen 2019: Die Abfolge sehr warmer Jahre haben zu einer vermehrten Entwicklung des Buchdruckers und zu einem entsprechend starken Befall der heimischen Fichten geführt.
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 +Für alle Arten lässt sich dieser Schluss aber nicht ziehen. „Anders als etwa im Nationalpark Hainich, kommen die Buchen im Nationalpark Bayerischer Wald mit den aktuellen Klimaveränderungen noch gut zurecht“, sagt Klimaforscher Bässler. „Auch für die Pilze scheinen die aktuellen Niederschläge noch auszureichen. Ob das bei sich fortschreitender Entwicklung hin zu wärmeren Temperaturen und weniger Niederschlag so bleibt, ist jedoch nicht absehbar.“
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 +Mehr Wetterdaten sowie die komplette Jahresbilanz der Wetterstation Waldhäuser finden Sie auf der Homepage des Nationalparks Bayerischer Wald – www.nationalpark-bayerischer-wald.de – im Bereich „Aktuelles“.
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 +=====Kurzurlaub zu den Festen der Region=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=67&​t=1576574287&​tok=b27515&​media=npv_bw_-_pm_105-19_kurzurlaub_zu_den_festen_der_region.jpg?​200|Gratulieren herzlich zum Jubiläums-Urlaub:​ Jochen Stieglmeier vom Verein der Nationalpark-Partner,​ Thomas, der die glücklichen Gewinner zog, Daniel Eder, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald, und Katrin Wachter, Partner-Koordinatorin im Nationalpark. (Foto: Gregor Wolf/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Trip zum Nationalpark-Jubiläum verlost: Nationalpark-Partner küren sechs Gewinner**
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 +Ein ganzes Jahr lang konnten die Gäste der Nationalpark-Partner ihr Glück in die Hand nehmen. Bei der großen Verlosung des Vereins, der die 70 Betriebe aus Hotellerie, Gastronomie,​ Erlebnisanbietern und ÖPNV-Betreibern repräsentiert,​ haben knapp 1000 Bayerwald-Urlauber mitgemacht. Nun kam es zur Auslosung. Sechs glückliche Gewinner haben dabei den Jackpot geknackt.
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 +Ihr Gewinn: Ein Rundum-Sorglos-Packet für einen dreitägigen Nationalpark-Kurzurlaub. Darin inkludiert sind zwei Übernachtungen für zwei Personen in einem der Partnerhotels,​ eine Führung durchs Tier-Freigelände,​ der Besuch des Baumwipfelpfads,​ ein mit Leckereien gefülltes Brotzeittuch und als Höhepunkt die Teilnahme bei den Festen der Region anlässlich des 50. Nationalpark-Geburtstags. Diese finden von 23. bis 24. Mai 2020 im Nationalparkzentrum Lusen rund ums [[Hans-Eisenmann-Haus]] und von 8. bis 9. August 2020 im [[Nationalparkzentrum Falkenstein]] bei Ludwigsthal statt.
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 +„Wir freuen uns, dass so viele Urlauber bei unserer Aktion mitgemacht haben“, sagt Jochen Stieglmeier,​ Vorsitzender des Nationalpark-Partner-Vereins. „Jetzt freuen wir uns schon auf ein tolles Jubiläumsjahr und natürlich darauf, dass unsere Gäste eindrucksvolle Erlebnisse genießen können.“ Die Gewinner werden nun schriftlich benachrichtigt. Sie stammen aus Röttenbach,​ Stein, Freiberg, Poing, München und Bad Brückenau.
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 +=====Neue Kooperation mit Schutzgebiet in Albanien=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1575969522&​tok=a8af70&​media=schutzgebiet_in_albanien.jpg?​200|Wollen sich auch künftig austauschen und enger kooperieren:​ Vertreter des Nationalparks Bayerischer Wald und des Nationalparks Prespa in Albanien. (Foto: Hans Kiener /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Nationalparks Prespa und Bayerischer Wald arbeiten bei Forschung und Umweltbildung zusammen**
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 +Grafenau/​Korça. Gemeinsam kann man mehr bewegen. Getreu diesem Motto hat der Nationalpark Bayerischer Wald eine neue internationale Kooperation mit dem Nationalpark Prespa in Albanien unterzeichnet. Für die nächsten drei Jahre soll vor allem in den Bereichen Forschung, Umweltbildung und Flächenmanagement zusammengearbeitet werden.
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 +„Ich denke, wir können den albanischen Kollegen aufgrund unserer fast 50-jährigen Erfahrung gewinnbringende Tipps geben – gerade in Sachen Nationalparkentwicklung“,​ so Dr. Franz Leibl. Schließlich seien die Ziele unter dem Motto Natur Natur sein lassen dieselben. „Auf der anderen Seite erhoffen natürlich auch wir uns wertvolle Impulse.“ Gerade bei wissenschaftlichen Untersuchungen seien globale Ansätze gefragt. Deshalb wurde der Nationalpark Prespa dank der Kooperation mit dem Bayerischen Wald nun auch in ein europaweites Netzwerk zur Biodiversitätsforschung aufgenommen.
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 +Einen gezielten Austausch soll es etwa beim Wildtier-Monitoring,​ bei der Erfassung von bodenbrütenden Vögeln sowie bei der Analyse von urwaldartigen Rotbuchenwäldern geben. Daneben sieht die Kooperationsvereinbarung vor, sich in den Bereichen Umweltbildung,​ Ranger und Besucherlenkung gegenseitig zu unterstützen. Formell beschlossen wurde die Zusammenarbeit bei einem Treffen von Nationalparkleiter Leibl mit Zamir Dedej, dem Generaldirektor der nationalen Agentur für Schutzgebiete in Albanien, sowie Mihallaq Qirjo, dem Director des Prespa Nationalparks. Initiiert wurde der Austausch von Constanze Schaaff, Projektleiterin bei der GFA Consulting Group.
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 +Das südosteuropäische Schutzgebiet liegt im Dreiländereck zu Nordmazedonien und Griechenland,​ wurde 1990 gegründet und ist mit knapp 28.000 Hektar etwas größer als sein niederbayerisches Pendant. Genau wie der Nationalpark Bayerischer Wald liegt auch der Nationalpark Prespa inmitten des Grünen Bandes, dass sich entlang der ehemaligen Grenzlinie des Kalten Krieges durch ganz Europa erstreckt.
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 +=====Ausgezeichnetes Austauschprogramm mit Israel=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=79&​t=1575969826&​tok=ad487b&​media=austauschprogramm_mit_israelischen_rangern.jpg?​200|
 +Das erste Arbeitstreffen von deutschen uns israelischen Rangern fand 2017 im Nationalpark Bayerischer Wald statt. ​ (Foto: Michael Pscheidl/​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Internationaler Rangerverband würdigt völkerverbindendes Projekt**
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 +Chitwan/​Grafenau. Seit 2017 läuft ein Austauschprogramm zwischen deutschen und israelischen Rangern, das sich zunehmend zu einem Erfolgsprojekt entwickelt. Erst kürzlich fand im nepalesischen Chitwan Nationalpark der neunte Welt-Ranger-Kongress statt. Dabei wurde die Initiative zur Überraschung aller Beteiligten mit dem „President Award“ ausgezeichnet.
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 +Unter dem Titel „Twinning project – Winning project“ stellten Ilan Yeger aus Israel und Urs Reif aus Deutschland die bereits durchgeführten Aktivitäten in Nepal vor. Der Präsident der International Ranger Federation (IRF), Sean Willmore, würdigte das Programm anschließend vor allem aufgrund seiner beispielhaften völkerverbindenden Wirkung.
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 +Für die beiden Rangerverbände wie auch für die Projektpartner der Naturwacht Brandenburg sowie der Nationalparks Bayerischer Wald und Schwarzwald stellt die Auszeichnung eine Bestätigung und wichtige Unterstützung dar. „Häufig ist es schwierig in einer durchstrukturierten Arbeitswelt gleichwohl in Israel wie auch in Deutschland,​ den Mitarbeitenden in der Fläche – also den normalen Rangern – einen internationalen Austausch zu ermöglichen. Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung durch die Preisverleihung“,​ freut sich Urs Reif. „Für uns steht die gegenseitige Unterstützung und Weiterbildung im Vordergrund. Die Natur kennt keine Grenzen, ebenso wenig wie die Arbeit im Rangeralltag“,​ ergänzt Michael Großmann, Rangerchef im Nationalpark Bayerischer Wald. „Unser internationaler fachlicher Austausch öffnet Horizonte und zeigt die wichtige Rolle der Ranger bei den gemeinschaftlichen Bemühungen zum Schutz und Erhalt der globalen Biodiversität“,​ so Ilan Yeger von der Nationalparkbehörde in Israel.
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 +=====5700 Zigarettenkippen gesammelt=====
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 +{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&​t=1575969281&​tok=8dbdd8&​media=zigarettenkippen_gesammelt.jpg?​200|Die Achtklässler der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte sind extra zum Parkplatz P&R Spiegelau gewandert, um die neue Frage am Kippen-Kasten anzubringen. (Foto: Karin Kirchner /​Nationalpark Bayerischer Wald)}}
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 +**Kippen-Kästen des Nationalparks werden gut angenommen – Achtklässler aus Riedlhütte liefern neue Fragen**
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 +5700 Zigarettenstumpen konnte die Nationalparkverwaltung in den Sommerferien mit Hilfe der an den Besuchereinrichtungen aufgestellten Kippen-Kästen sammeln. Eine Bilanz, die nicht nur Karin Kirchner, im Nationalpark zuständig für die Anti-Müll-Kampagne,​ erstaunte, sondern auch die Achtklässler der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte.
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 +„Es freut uns, dass die Kästen so gut angenommen werden und ein so großer Teil von Kippen nicht mehr in der Natur landet“, sagt Karin Kirchner. Dem konnten die Schüler aus Riedlhütte nur zustimmen. Sie sind Paten für den Kippen-Kasten,​ der am Parkplatz P&R in Spiegelau steht. Gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Alexander Watzl haben sie sich mit Karin Kirchner getroffen, um zum einen eine erste Bilanz der Aktion zu ziehen und zum anderen eine neue Frage am Kippen-Kasten anzubringen.
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 +Seit dem vergangenen Jahr sensibilisiert der Nationalpark Bayerischer Wald seine Besucher dazu, Zigarettenstumpen nicht in der Natur zu entsorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Kippen-Kästen an den stark frequentierten Besucherzentren aufgestellt. Auf jedem Kippen-Kasten findet der Raucher eine Frage mit zwei möglichen Antworten. Unter den zwei Antworten sind Schlitze, in die der Raucher seine Kippe hineinwerfen kann – je nachdem für welche Antwort er sich entscheidet.
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 +Erarbeitet wurden die Fragen von Schülern des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums in Grafenau und eben von der Paul-Friedl-Mittelschule Riedlhütte. Und nun haben die Achtklässler aus Riedlhütte eine weitere Frage für die Besucher parat: Und zwar: „Wie groß ist der Nationalpark?​ 245 qkm oder 320 qkm?“
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 +Die Kippen-Kästen gehören zur Anti-Müll-Kampagne des Nationalparks Bayerischer Wald „Müll aus, Natur an“, die seit Anfang vergangenen Jahres läuft. In einer ersten Aktion wurden Hundebesitzer dafür sensibilisiert,​ Hundekotbeutel nicht in der Natur zu entsorgen. Die zweite Aktion richtet sich nun an Raucher. Eine Zigarettenkippe enthält bis zu 4000 Giftstoffe und kann 50 Liter Wasser ungenießbar machen. Vielen Besuchern sei nicht bewusst, welch negative Folgen Abfall in der Natur verursache.
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-Mitarbeiter des Nationalparks durften am Buß- und Bettag Kinder mitbringen  ​+**Mitarbeiter des Nationalparks durften am Buß- und Bettag Kinder mitbringen**  
    
 Ausschlafen konnten die Kinder der Nationalpark-Mitarbeiter am Buß- und Bettag nicht – dafür bekamen sie einen tollen Vormittag mit einem bunten Programm geboten. An dem schulfreien Tag durften sie mit ihren Eltern in die Arbeit kommen und deren Arbeitsplätze besichtigen. Danach standen Spiele und eine Bastelaktion auf dem Programm. ​ Ausschlafen konnten die Kinder der Nationalpark-Mitarbeiter am Buß- und Bettag nicht – dafür bekamen sie einen tollen Vormittag mit einem bunten Programm geboten. An dem schulfreien Tag durften sie mit ihren Eltern in die Arbeit kommen und deren Arbeitsplätze besichtigen. Danach standen Spiele und eine Bastelaktion auf dem Programm. ​
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-=====300 Naturfreunde wandern auf den Falkenstein=====+=====Pollenanalyse im Nationalpark zeigt Baumzusammensetzung seit über 10 000 Jahren=====
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-{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=85&t=1568625366&tok=f8f7bd&media=naturfreunde_wandern_auf_den_falkenstein.jpg?200|Vertreter des Nationalparks und des Wald-Vereins freuten sich zusammen mit den Ehrengästen über das gelungene Fest und die vielen Teilnehmer bei der Sternwanderung. (Foto: ​Annette Nigl/​Nationalpark Bayerischer Wald)+{{ https://​www.waidlerwiki.de/​lib/​exe/​fetch.php?​w=120&​h=90&t=1581673109&tok=bfdc4c&media=npv_bw_-_pm_107-19_einblicke_in_die_waldgeschichte.jpg?200|Wie sah der Wald – wie hier im Bereich des Tummelplatzes – vor 10 000 Jahren aus? Mittels ​der Analyse von Pollen kann dies nun rekonstruiert werden. (Foto: ​Christian Binder ​/ Nationalpark Bayerischer Wald)
 }} }}
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 +**Einblicke in die Waldgeschichte**
  
-**Fest ​des Nationalparks ​zur Einweihung des neuen Wald-Verein-Schutzhauses**+Wie hat sich der Wald in den vergangenen Jahrtausenden entwickelt? Diese Frage können Forscher ​des Nationalparks ​Bayerischer ​Wald nun beantworten. Zu verdanken ist dies der Analyse von Pollen, die bei Bohrproben im Bereich des Rachels gesammelt wurden. „Das interessanteste Ergebnis ist, dass die menschlichen Eingriffe so stark waren, dass sich stellenweise ursprüngliche Tannenund Buchenwälder zu Fichtenwäldern entwickelt haben“, erklärt Nationalpark-Sachgebietsleiter Marco Heurich. „Diese Entwicklung startete schon gegen 1000 nach Christus, was massive Holzkohlereste aus dieser Epoche belegen.“
  
-Viele Wege führen nach Rom – und viele Wege führen auch auf den [[Falkenstein]]. Dies wissen spätestens seit Sonntag an die 300 Naturfreunde,​ die anlässlich des Falkensteinfestes des Nationalparks Bayerischer Wald an der Sternwanderung teilgenommen haben. Insgesamt kamen 600 Besucher auf den Gipfel, in erster Linie um das neu gebaute Schutzhaus des Wald-Vereins zu bestaunen.+ 
  
-Von [[Zwieslerwaldhaus]],​ [[Scheuereck]],​ [[Frauenau]] und sogar vom tschechischen [[Markt Eisenstein|Železná Ruda]] aus machten sich Gruppen zu Fuß oder mit dem Rad und mit der Begleitung von BürgermeisternAbgeordneten ​und Mitarbeitern des Nationalparks auf den Weg hinauf zum FalkensteinFür ihre Mühen wurden ​die Wanderer dann auf dem Gipfel entschädigtNicht nur das traumhafte Wetter lud zum Verweilen ein, sondern auch die kulinarischen Köstlichkeiten, die geboten warenInformationen über die Wanderfalken ​und das LIFE + Projekt gab es bei Ständen des Nationalparks,​ auch der Verein Pro Nationalpark Zwieseler Winkel stellte sich vor.+Wissenschaftler des Nationalparks sowie der Universität Bern und der Karlsuniversität Prag trieben im Rachelseeim Alten Rachelsee ​und im Stangenfilz Bohrungen in den UntergrundDie Standorte präsentieren sowohl jetzige Bergmischwälder als auch die Fichtenwälder der HochlagenDatiert wurden ​die gesammelten Pflanzenpollen mithilfe der Radiocarbonmethode, die auf dem natürlichen Zerfall radioaktiver Kohlenstoffatome basiertEbenso wurden mikroskopische Kohlereste ​und Industrieruß analysiert.
  
-Im Mittelpunkt der Grußworte stand dann natürlich das Schutzhaus. Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, erklärte, dass hier etwas entstanden sei, auf das die Region stolz sein könne. „Das Haus passt zum Wald und in die Natur. Der Wald-Verein hat hier Großartiges geleistet“,​ lobte der Nationalparkchef. „Ich bin immer wieder gefragt worden, warum der Bau so reibungslos abgelaufen ist.“ Der Grund sei das gute Miteinander mit dem Wald-Verein,​ so Leibl, der sich bei Vorsitzendem Georg Pletl bedankte.+ 
  
-Helmut BrunnerPräsident des Bayerischen Wald-Vereins e.V.gab diesen Dank an den Nationalpark zurück. „Als Nachbar hat uns die Verwaltung in allen Dingen unterstützt.“ Allein die Zufahrt mit den schweren Baumaschinen sei eine Herausforderung gewesen. „Aber letztendlich sind wir allen Erwartungen gerecht gewordensei es beim Zeitplanbei den Kosten ​und beim Zweck des Hauses“so Brunner.+Die Ergebnisse im Einzelnen: Zwischen 9500 und 8500 vor Christusalso bereits nach der letzten Eiszeit, gibt es im Bayerischen Wald zunächst Wälder, die hauptsächlich aus Kiefern und Birken bestehenDiese beiden Arten werden danach über einen Zeitraum von 1000 Jahren von FichtenEichenLinden, Ulmen und Eschen verdrängt. Ab 6500 vor Christus gibt es auch Buchen. Nochmal 2000 Jahre später beginnt das Klima feuchter und milder zu werdenwas Buchen und später auch Tannen stark begünstigt.
  
-Gerti Menigat, Bürgermeisterin von Lindberg, erklärte, dass das neue Schutzhaus ​ein Schmuckstück sei„Ich möchte mich beim Wald-Verein, vor allem auch beim Förderkreisbedankendass sie dieses Projekt in Angriffe genommen haben.“ Dem schlossen ​sich auch Petr Najmanstellvertretender Bürgermeister von Železná Ruda, und Pavel HubenýDirektor ​der Nationalparkverwaltung Šumavaan. Der Falkenstein sei auch für die Bürger auf tschechischer Seite ein beliebtes Ausflugszielso Hubený„Ich ziehe meinen Hut vor dem Wald-Verein ​und vor allen, die bei diesem Projekt geholfen haben.“+  
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 +Ab 2000 vor Christus ist schließlich ​ein menschlicher Einfluss nachweisbar – durch Hanf- und Getreide-Pollen sowie Belege für die Schaffung von GraslandIm Wald ist die Tanne weiter auf Expansionskurs. Erst kurz vor Christi Geburt geht deren Anteil zurückdafür kommen wieder vermehrt Birken und Kiefern ​vorauch dank menschlicher Aktivitäten wie der Waldweide. Die ersten 800 Jahre nach Christi Geburtwährend der Zeit der Völkerwanderungenverschwinden menschliche Spuren wieder, woraufhin ​sich der Wald erholt. 
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 +Im Frühmittelalteralso zwischen 800 und 1000 nach Christusnehmen Menschen wieder mehr Einfluss auf die Umwelt im Bayerischen Wald. Der Offenlandanteil dürfte bei etwa 20 Prozent liegen. Das begünstigt den Wuchs von Wacholder ​und Fichtebenachteiligt jedoch die Tanne. In den kommenden 600 Jahren wird der Wald immer lichterWeideflächen dringen sogar in die Hochlagen vor. Die Analysen zeigen einen sprunghaften Anstieg von Kohlerestenwohl aufgrund der stärkeren Produktion von HolzkohleDeswegen befinden sich auch Buche und Tanne auf dem Rückzug. 
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 +Zwischen 1800 und 1900 wird gerade im Bereich des Stangenfilzes eine intensive Waldweide betrieben, die dazu führt, dass sich das Moor nicht mehr weiterentwickeln kann. Am Rachelsee hingegen erholen sich die Wälder im selben Zeitraum, sogar der Tannenanteil steigt. Dafür lagern sich nun verstärkt industrielle Rußpartikel ab. Das Maximum dieser Entwicklung wird in den 1970er und 1980er Jahren erreicht. 
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 +„Die Arbeit trägt zu einem besseren Verständnis der Waldentwicklung und Walddynamik im Nationalpark ​bei“, freut sich Nationalparkleiter Franz Leibl. „Sie zeigt uns, dass unsere Wälder über längere Zeiträume hinweg betrachtet keine statischen, sondern hoch dynamische Ökosysteme sind.“ 
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-===== Luchs-Nachwuchs im Tier-Freigelände===== 
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-{{ http://​www.waidlerwiki.de/​waidlerblog/​images/​stories/​artikel/​Aktuelles-Neues/​Luchs-Nachwuchs.jpg?​250|Seit vergangenem Wochenende zeigen sich die Jungtiere den Besuchern des Nationalparkzentrums Lusen. ​ (Foto: Peter Auerbeck)}} 
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-**Zwei etwa sechs Wochen alte Jungtiere sind „augenscheinlich wohlauf“** ​ 
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-Es gibt wieder Nachwuchs im [[Tier-Freigelände]] bei Neuschönau. Die dort lebende zwölfjährige Luchs-Dame hat gleich zwei Junge zur Welt gebracht. „Die Tiere sind augenscheinlich wohlauf“, freut sich Nationalpark-Tierärztin Susanne Klett. Am Wochenende konnten die neuen Bewohner schon von vielen Besuchern des Nationalparkzentrums Lusen bestaunt werden. 
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-„Wir schätzen, dass der Nachwuchs jetzt etwa sechs Wochen alt ist“, erklärt Klett. „Von der Größe her dürften sie schon gut an Hauskatzenniveau herankommen.“ Die Geschlechter stehen bisher nicht fest, da eine Untersuchung noch aussteht. Entdeckt wurde der Nachwuchs übrigens erst am Freitagabend. Bis dahin hatte die Tiermutter ihre Jungen versteckt gehalten. ​ 
  
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neues_im_nationalpark_bayerischer_wald.1574270006.txt · Zuletzt geändert: 2019/11/20 17:13 von gfreund

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